Nach sieben Jahren musikalischer Abstinenz melden sich die beiden Brüder Hervé und Philipe Lomprez mit Happy Mystery Child zurück, und das auf respektable Art und Weise.
Insgesamt bietet das Album mit seinen zehn Tracks eine gelungene Mischung aus Elektronik, Synthie und Pop, ohne Ausbrecher experimenteller Art. Im Gegensatz zu den Anfängen von Trisomie 21, in denen ihre Musik noch eher an Joy Division oder The Cure erinnerte, bewegen sich die beiden jedoch nun klar zum tanzbaren Elektropop hin. Dies läßt sich insbesondere am Opener Red Or Green erahnen, der stimmlich sehr stark an Faithless’ Frontman Maxi Jazz erinnert und einer der Höhepunkte des Albums ist. Man darf gespannt sein, ob genannter Track sich einer ähnlichen Beliebtheit in den Clubs erfreuen wird.
Knüpft Midnight Of My Life nach orchestraler Einleitung an die Beats des Openers an, weist hingegen Come In Paradise wiederum Ähnlichkeiten zu Simple Minds-Klängen aus den späten 80ern auf (was aber nicht zum Nachteil von Trisomie 21 ausgelegt werden soll).
Als weitere Schmankerl erweisen sich auch The Touch Of Any Flame und Forsaken Mysteries, die sich insbesondere durch stark getragene Gitarrensounds auszeichnen und eine willkommene Abwechslung zu den ansonst überwiegend elektronischen Klängen darstellen.
Wem die ‘normale’ Ausgabe von Happy Mystery Child nicht ausreichen sollte, dem sei gesagt, daß das Album auch als triple Digi-Pack unter dem Namen The Man is a Mix erhältlich ist. Diese Ausgabe beinhaltet zwei zusätzliche Re-Mix CD’s von bekannten DJ’s und ist laut codexpress ‘absolut danceable’.