Rezensionen

Tribuzy: Execution

(Locomotive Music)

Autor: Katze / Wertung: 9.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Bild von Tribuzy - ExecutionWenn man wie Tribuzy im Vorfeld der ersten Platte “Execution” mit exzessivem Namedropping um sich wirft, legt man es förmlich darauf an, dass sich die Musikkritiker etwas intensiver mit dem Werk auseinandersetzen. Immerhin fragt man sich, ob hier dann wirklich ein Meisterwerk gelungen ist, oder ob sich die Formation doch eher als Schaumschläger entpuppen.

Was Renato Tribuzy hier nämlich für seine nach ihm benannte Band an Musikern verpflichten konnte liest sich wie ein reichhaltiger Auszug aus dem ‚Who Is Who’ des Metal: Bruce Dickinson, Michael Kiske, Roland Grapow, Kiko Loureiro, Ralf Scheepers, Matt Sinner, Roy Z und Chris Dale. Naturgemäß kommen die meisten der Vorgenannten nur in je einem Song zum Einsatz (die Sinner Jungs dabei sogar beim Cover ihres eigenen Songs „Nature of Evil“ – wo steckt da der tiefere Sinn?), allerdings sind auch zwei aus der Liste, nämlich der Angra Fronter Kiko und der ehemalige Dickinson Bassist Chris Dale, bei jedem Song vertreten.
Musikalisch ist durch obige Liste die grobe Richtung auch relativ klar vorgegeben, den Tribuzy toben sich stilistisch hauptsächlich auf klassischen Metal Pfaden aus, vorzugsweise auf denen, die bis in die tiefen 80er hineinreichen. Dabei klingt das Material aber keinesfalls antiquiert, sondern kommt durchaus recht frisch daher, wozu sicherlich vor allem der feine Gesamtsound einen großen Teil beiträgt. Den verantwortet Herr Tribuzy nämlich auch selber, war sich aber dabei auch nicht zu schade, sich an der ein oder anderen Stelle von Größen wie Roy Z, Achim Köhler oder auch Dennis Ward unter die Arme greifen zu lassen.

Fazit: Zugegebenermaßen war ich beim Lesen des beigelegten Presseinfos anfänglich ziemlich skeptisch, ob das gebotene Material den großen Erwartungen gerecht werden konnte, muss aber nun doch eingestehen, dass Tribuzy hier mit „Execution“ eine wirklich schöne Metal – Scheibe geglückt ist, mit der wohl am ehesten Freunde des NWOBHM und des 80er Power Metals glücklich werden könnten. 9 Punkte!

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