Mit Ira haben Go Kart Records schon einen Schritt auf den BlaBla-Core (nennen wir es Postcore, nennen wir es NoiseCore, nennen wir es Doomcore, nennen wir es…) gewagt und sich somit vom eigentlich favorisierten Genre, dem Punk in seinen zahlreichen Facetten, wegbewegt. Mit Transmission0 aus Holland wagt man es erneut und kann nach den beileibe nicht schlechten Ira einen Volltreffer hinlegen. Freunde von Mastodon, Neurosis, Isis oder Cult Of Luna dürften ihre helle Freude am Zweitling der Band haben, denn die schleppenden Nummern mit Überlänge bedienen adäquat diese Zielgruppe.
Und so sind es bei den Holländern auch gerade die ausgedehnten, sphärischen Instrumentalparts, bei denen der Shouter angenehm zurückhaltend schweigt, die besonders auf Gegenliebe stoßen. Beinahe wird man dabei an andere holländische Köche wie The Gathering oder Kong erinnert, deren schönste Zutaten Lässigkeit und Transzendenz sind.
Auch wenn man sicherlich von den eigenen Qualitäten überzeugt sein dürfte, so hat man dennoch prominente Verstärkung an Bord geholt. Bei Damn Machines intoniert Today ist the day Nachtigall Steve Austin. Und den abschließenden Kracher Token veredelt der mir unbekannte Sänger Roel Donckers.
Größtes Kompliment, das man der Band aber machen kann: Stellenweise hat man das Gefühl, die CD würde leiern oder zu langsam laufen. Damit hat die Band ihre Mission erfüllt. Klasse Pladde.