„Italienischer Metal-Goth-Pop-Rock“ ist eine Genre-Bezeichnung, bei der ich erst mal schlucken muss. The Love Crave sind genau das: Melodien und ein Damenstimmchen so süß wie Zuckerwatte, bonbonfarbene Effekte und Polyphonie was die Geräte hergeben, ein wenig Elektro und Riffs so hart wie Opas Spannschuss. Die Welt ist eine gigantisch-pathetische Oper. Mozart müsste kotzen - und ich schlucke jetzt wirklich.
The Love Crave ist ganz eindeutig Kitsch-Metal – und zwar ohne Überraschungen und ohne zu übertreiben. Nur um das noch mal festzuhalten: Man kann das Quartett ohne einen Hauch von schlechtem Gewissen genau auf die oben genannten Eigenschaften reduzieren.
Und dennoch – surprise, surprise – wäre es unfair zu sagen, „The Angel and the Rain“ sei der allerletzte Scheiß. Sicherlich ist die Platte nicht gerade eine Sternstunde der Musikgeschichte, man hat diese Art von Songs schon oft gehört; und doch ist die Platte fett produziert (na gut, überproduziert ;)), die Mucke lädt immerhin zum Mitwippen ein, die Riffs kommen treffsicher. Trotzdem: Das reicht jetzt, genug der Heulsusenmucke.
pathetische Musik??? Sicher nicht…. pathetische reviewer!!!! Sicher ja.
Comment by Todd — April 10, 2007 @ 3:55 pm