Rezensionen

The Frozen: Blue Virtue TIPP

(Transwaved)

Autor: DJ / Wertung: 10.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Bild von The Frozen - Blue VirtueThe Frozen - hab ich sie nun lieb oder nicht? Sie haben es einem bisher ja nicht einfach gemacht, denn sie hatten zwar gute Songs, aber nie einen durchgehend starken Longplayer. Und hinzukam natürlich, dass alles stark abgeguckt schien. Und dann dieses aufgesetzt wirkende Image?! …

Auf Blue Virtue haben sie aber definitiv erneut starkes Material. Selbst das Intro Frozen, das anderorts als peinliche Selbstbeweihräucherung verschmäht wurde, finde ich gelungen. Und mit Adore startet man so selbstverständlich flott und ungezwungen in rockige Metalwelten, dass bei mir der Daumen nach oben schnellt. Stark! Da treffen sich rockige Megadeth und Metallica mit den Misfits im Tanzpavillon hier um die Ecke. Und auch wenn es danach nicht ganz so deftig weitergeht, sondern sich die Ösi-Rocker häufig im Goth Rock bewegen, so sitzen die Melodien, so schnarren die Gitarren, rummst das Schlagzeug und wummert der Bass. Und Sänger Dennis Panholzer liegt mit seiner Stimme zwar irgendwo zwischen Dave Mustaine und Myke Hideous (Ex-Misfits) – aber einfach genau richtig. Er ist zwar kein großartiger Sänger, aber kriegt selbst in ungewöhnlichen Situationen (beispielsweise dem theatralischen Winter) die Kurve. Da verzeiht man ihm sogar die erneut klischeehaften Texte. Und erfreut sich über Seemansgarn wie Violet und sieht drüber hinweg, dass die Coverversion von Night of the vampire dem Original auch keine neuen Facetten hinzufügen kann.

Fazit: Erneut geile Songs und diesmal sogar ein starke Gesamtleistung ergeben solide 10 Punkte.

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