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The Busters, 30.12.04, Köln, Live Music Hall

Autor: UG / Kommentare: Bisher keine

Bild von The BustersDie Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr wird ja allgemein als „stille Zeit“ bezeichnet. Viele haben Urlaub und es kann schnell nach den Festtagen ein Gefühl von Langeweile aufkommen. Das haben die Busters schon vor vielen Jahren erkannt und deshalb tourt die badische Skatruppe immer in den letzten Tagen des Jahres quer durch die Republik, damit man sich vor Silvester noch den Weihnachtsschmaus abtanzen kann. Wie in jedem Jahr stand auch 2004 wieder die Live Music Hall in Köln-Ehrenfeld auf dem Spielplan, die bei meinem Erscheinen gegen 19.45 h bereits sehr gut gefüllt war. Pünktlich um 20.00 Uhr betrat dann die Vorband „Q-Ball“ die Bühne und heizte 45 Minuten dem Publikum ordentlich ein. Q-Ball aus Köln nutzen ihr Heimspiel dazu, ihre Songs dem natürlich eher Busters-fixiertem Publikum zu präsentieren und die Leute schienen Gefallen an der Mischung aus Reggae, Ska und Dancehall-Elementen zu haben. Leider klangen aber gerade die Dancehall-Anleihen etwas gequält und man fühlte sich teilweise an Snows „Informer“ (falls das noch einer kennt) aus den frühen Neunziger erinnert. Trotzdem war es absolut keine schlechte Vorband und vor allem beim jungen Publikum, was zahlreich erschienen war, konnte die Band punkten.
Um 21.15 Uhr war dann aber Showtime für den elfköpfige Headliner und man hatte sich einiges vorgenommen. Die Busters waren im November für einige Konzerte nach Japan eingeladen worden und hatte verschiede Einflüsse aus dem Land der aufgehenden Sonne mitgebracht. Nach einer Art japanischem Schlager (?) vom Band ging es zunächst mit einer Instrumentalnummer los und schon war Bewegung in der Halle. Als anschließend dann der mittlerweile nicht mehr so neue Sänger Richy die Bühne betrat und man mit „Scooter Maniacs“ direkt einen Klassiker von der ersten Platte aus dem Jahre 1988 zum besten gab, stand bereits die Halle Kopf und der tanzende Mob kam die nächsten zwei Stunden nicht mehr zur Ruhe. Die Busters hatten keine neue Platte zu präsentieren und man konnte mal ein wenig im mittlerweile doch sehr ansehnlichen Songfundus kramen. Die Jungs präsentierten einige länger nicht gespielte Perlen wie „Apple“, „Never break the rule of having fun“ oder „Skank down“. Zwischendurch gab es noch ein paar neue Nummern, die man dann wohl teilweise auf dem kommende Album finden wird. Besonders gefiel der neue „Tokio Ska Song“ und eine Nummer, die Richy komplett auf japanische gesungen hat. Ob das alles richtig war, kann ich zwar nicht beurteilen, aber es klang authentisch und man merkte, dass der Japan-Trip bei der Band Spuren hinterlassen hat. Natürlich gab es aber auch jede Menge Klassiker im Set, denn welcher Busters-Fan will schon auf „Ruder than rude“, „Dead or alive“ oder „Micky Mouse in Moscow“ verzichten. Nach einem ersten Zugabenblock, wo man zur Freude des Publikum mal wieder die im Jahre 2000 gemeinsam mit Farin Urlaub veröffentlichte Single „Liebe macht blind“ spielte, hatte das Kölner Publikum immer noch nicht genug. So bekam es dann in Form der Busters-Hymne „Summertime“ noch einen Nachschlag.
Nach über zwei Stunden war dann Schluss und man konnte mit der Gewißheit nach Hause gehen, dass man mal wieder 15 Euro bestens investiert hatte und gleichzeitig hatte man schon die Vorfreude auf das nächste Konzert der Busters in der Domstadt in 365 Tagen. Wäre doch alles im Leben so konstant wie der Spielplan der sympathischen Band aus Wiesloch.

Fotos: Marcus Brüggemann

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