Ich wollte ein möglichst einfaches Album machen, so wenig Instrumente wie möglich, wenig beat(s); Worte, die so leicht wie möglich nachzuvollziehen sein sollten. Ein zugängliches Album.“
Mit diesen Worten beschreibt die dänische Komponistin, Vokalistin und Multi-Instrumentalistin Susi Hyldegaard ihr inzwischen viertes Solo-Album „Blush“ in eigenen Worten. Und dem ist eigentlich nicht mehr viel hinzu zu fügen, außer vielleicht die Bemerkung, dass ein einfaches Album mit wenig Instrumenten, weing beat(s) und leichten Worten, die jeder nachvollziehen kann immer noch sehr reichhaltig klingen kann. Denn genau das ist der Dänin gelungen. Zwar spart sie in der Tat oftmals an instrumentaler Ausstattung, schafft es dabei aber zu jedem Zeitpunkt voll präsent zu sein. In meinen Ohren liegt das vor allem an ihrer angenehm einschmeichelnden Stimme, um die herum sie die insgesamt 12 Songs (gut 10 Songs, wenn man die Remixes der beiden Albumtracks „Blush“ und „Seeking“ aus dieser Rechnung heraus subtrahieren möchte) aufgebaut hat. Stilistisch bewegt sie sich dabei zwischen Jazz, Elektronika, Singer / Songwriter Tradition und Folk-Einflüssen, wobei unabhängig vom jeweils verwendeten Stilmittel eine gehörige Portion Melancholie mitschwingt, die allerdings nicht unbedingt aufdringlich oder gar stören wirkt.
„Blush“ ist in all seiner Schlichtheit ein Album, das trotzdem sehr vielschichtig ist und definitiv einlädt, sich länger damit auseinander zu setzen, sei es um viele kleine, liebevolle Details zu entdecken, oder einfach um auf eine Traumreise zu gehen. Wer oben erwähnte Stilrichtungen bevorzugt und / oder eine gewissen Affinität zu Künstlern der Gewichtsklasse „Björk“ verspürt, der hört in das vierte Werk von Susi Hyldgaard am Besten mal sehr ausführlich rein. Feine Platte, deswegen 9 Punkte nach Dänemark!