Rezensionen

Supreme Majesty: Elements Of Creation

(Massacre / Soulfood)

Autor: CF / Wertung: 7.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Bild von Supreme Majesty - Elements Of  CreationMit ihrem inzwischen dritten Album “Elements Of Creation“ schicken sich die schwedischen Melodic/Epic Metaller Supreme Majesty an, den Thron ihrer Musikrichtung zu erobern. Ihr Label bezeichnet sie als Metal Kracher mit Europe Hooks…ob das zutrifft bleibt abzuwarten.
Und es trifft nicht zu, denn erstmal ist das Album kein Kracher und „The Final Countdown“ hat mit ihrer Musik auch nicht viel zu tun. Es handelt sich bei „Elements Of Creation“ um ein handwerklich einwandfreies Melodic Metal Album, das sich bei allen Trademarks, die dieses Genre hat, bedient. Als Maßstab kann man Stratovarius oder die fantastischen Niederländer Elegy angeben, doch an diese Bands kommen Supreme Majesty noch nicht heran.
Gerade im Bereich der Rhythmusarbeit und des Keyboards sind Schwachstellen zu erkennen, das Keyboard überdeckt vieles und schiebt sich sehr in den Vordergrund. Dies fällt besonders bei dem Song „King Of Warriors“ auf, der auch noch einen wunderbar kitschigen Klischeetext inne hat. Die Melodieführung bei vielen Songs ist sehr einfach gehalten und erinnert an Volkslieder oder Kinderabzählreime, was einen hohen Wiedererkennungswert bedeutet, aber manchmal auch nervt, denn es ist nicht immer gut, sich an alles Gehörte zu erinnern.
Eine weitere Schwäche ist der Gesang von Joakim Olsson, der in den mittleren Tonlagen als Meister seines Faches anzusehen ist. Aber leider verlangt diese Musik des Öfteren Ausflüge in die hohen Tonlagen und da wirkt seine Stimme teilweise sehr dünn und angestrengt.
Dass sie musikalisch einiges auf dem Kasten haben beweisen sie dem geneigten Ohr mit dem Instrumental „The Quest Part I“, welches mit knapp drei Minuten genau die richtige Länge hat, um nicht zu langweilig zu werden.
Der beste Song der Platte ist „Die In A Dream“. Hier zeigt es sich, dass der Band gerade die höheren Geschwindigkeiten liegen. Sobald es ein wenig langsamer wird, geht der Schuss nach hinten los, was sich mit „One More Promise“ auch problemlos beweisen lässt.
Den Thron haben die Schweden noch lange nicht erreicht und auch wenn sie wirklich Talent haben, sollten sie sich auf ihre Stärken beschränken. Weniger Lalala Reime, sondern Songs in den mittleren Tonlagen und durchweg hohe Geschwindigkeit, dann wird’s schon werden. 7 Punkte!

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