Rezensionen

Suidakra: Command to Charge

(Armageddon / Soulfood)

Autor: Ex-Redakteur / Wertung: 10.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Bild von Suidakra - Command to ChargeSDeath Metal, Metal Core, Pagan … Seit über zehn Jahren zerbrechen sich die Kollegen der einschlägigen Medien den Kopf darüber, in welche Schublade man denn die Musik von Suidakra stecken soll. Auch die neue Platte macht da keine Ausnahme: Einseitig geht anders.

In einem Digipack mit ungewohnt kaltem stahlblauem Design steckt der neue Silberling, der auf knapp 49 Minuten 11 offizielle und einen verborgenen Track bietet.

Einiges davon konnte man im letzten Jahr auf den Gigs der Band bereits live erleben und auf seine Qualitäten überprüfen. Dazu gehört der Opener „Decibel Dance“, der gleich krachig loslegt und definitiv seinen Stammplatz auf den Setlists dieses Sommers finden wird.

Im Folgenden gibt’s eigentlich alles, was Suidakra so einzigartig macht: fettes Riffing, aggressiver vs. cleaner Gesang, akustische Gitarren, Flöten und endlich, werden viel Suidakra-Fans sagen, ein echter Dudelsack!

Midtempo Ballerteile nach bester Schwedenmanier wie etwa „Second Skin“ gibt es zu hören, ebenso wie Nackenbrecher à la „Reap the Storm“, bei dem sich Frontmann Arkadius auch stimmlich voll austoben kann. Über allem aber steht „The Alliance“, meiner Meinung nach der gelungenste Track des Album. Das ist Suidakra wie ich sie besonders mag: starke Folkeinflüsse mit dem unnachahmlichen Deathmetal-Feeling.

Eine kleine Überraschung ist der letzte Song: Suidakra goes Oldfield. Mit ungewohnt bravem Mädchengesang kombiniert mit den üblichen Suidakra-Gitarren wurde eine Version von „Moonlight Shadow“ eingespielt, die man so noch nicht gehört hat. Ein netter Gag, als Hidden Track aber auch richtig aufgehoben auf einem Album, auf dem es ansonsten doch deutlich heftiger zur Sache geht.

Als Bonus gibt es zwei Videos die einen guten Eindruck von der beeindruckenden Livepräsenz der Band bieten. Besser allerdings ist es, die Jungs tatsächlich auf der Bühne zu genießen. Ab dem 4. Mai sind sie mit der Wacken Roadshow in der Republik unterwegs. Ich kann nur dringend raten, die Chance zu nutzen.

Meine Lieblings-CD von Suidakra ist und bleibt „The Arcanum“. Nichtsdestotrotz find ich die neue CD richtig gut. Sie hat nach wie vor die Folkelemente, die die Suidakra-Songs so einzig machen, es gibt Songs die richtig in die Schnauze hauen und es gibt die Mitgröhler, die live richtig zünden. Was also will der verwöhnte Metaller mehr?

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