Rezensionen

Stratovarius: Stratovarius

(Mayan / Soulfood)

Autor: Katze / Wertung: 8.5 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Bild von Stratovarius - StratovariusNachdem sich Stratovarius eher durch bandinterne Querelen als durch gute Musik in den Mittelpunkt des öffentlich-metallischen Interesses gebracht haben, wollen sie dieser Tage endlich mal wieder musikalisch auf sich aufmerksam machen, nachdem man wohl die menschlichen Dissonanzen, die überwiegend in Timo Tolkki’s Krankheit (er ist manisch – depressiv) endlich geklärt hat.

Bereits im Vorfeld wurde man nicht müde zu erklären, dass dieses schlicht mit dem eigenen Bandnamen betitelte Album einen Wendepunkt im musikalischen Schaffen darstellen würde und definitiv anders klänge, als alle Alben zuvor.

Nun liegt das fertige Produkt zur Rezension vor und man wird sehen, ob den vielen Worten auch große Taten folgen. Ich persönlich denke, sie tun es nur bedingt, denn so grundsätzlich wie angekündigt unterscheidet sich das aktuelle Album nicht vom bisherigen Schaffen. Man muss den Herren sicherlich zugestehen, dass sie versucht haben, den ein oder anderen neuen musikalischen Pfad zu beschreiten, und ich für meinen Teil finde das prinzipiell auch gut und erfrischend (auch wenn manches noch sehr holperig daherkommt wie z.B. beim gewöhnungsbedürftigen Opener „Maniac Dance“), aber den meisten Nummern hört man die Vergangenheit noch deutlich an, was Fans der alten Alben sicherlich froh stimmen wird. Songs wie „Back to Madness“ (Vorsicht! Leicht nerviger Opernpart in der Mitte, aber gut, wer’s mag…), das epische „Götterdämmerung (Zenith of Power)“ (auch wenn es mir persönlich etwas zu lang und eintönig ausgefallen ist), „Leave The Tribe“ und vor allem der hymnische Auskehrer „United“ dürften diesen Fans wahrscheinlich gut schmecken. Über Stratovarius’ Liebeserklärung an Finnland in Form der Ballade „The Land of Ice And Snow“ dürfte sich allerdings dann wieder heftig streiten lassen, es wird sicherlich nicht wenige geben, die diese Nummer für eine starke Ballade halten, mir aber ist die Nummer ein wenig zu schwülstig und schmalzig, und auch mit dieser Ansicht werde ich sicherlich nicht alleine dastehen. Insgesamt stehen hier 9 Nummern zu Buche, der ein oder andere zusätzliche Song hätte der gesamten Lauflänge sicher gut getan, aber gut: besser 9 Songs hinter denen die Band voll steht, als noch ein paar halbgare Filler dazu zu packen.

Fazit: Viel Neues wird versucht, aber gleichermaßen wir auf viel Altbewährtes zurückgegriffen. Man Neues zündet echt gut, aber das ein oder andere geht auch noch ganz schön in die Hose. Langzeit Stratovarier sollten sicherlich mal das ein oder andere Ohr riskieren, Frischlinge arbeiten bitte erst einmal den Backkatalog ab. 8½ Punkte!

No Comments »

No comments yet.

RSS feed for comments on this post. TrackBack URI

Leave a comment

Verwandte Artikel

Weitere Artikel des Autors

Aktuelle News

Aktuelle Artikel

Navigation


© Dirk Janßen, Webdesign, Webanwendungen & Content Management Systeme.

Sound Base Online Magazin Powered by WordPress - Inhaltsverzeichnis