Eine Erdbeere ziert das Cover – und der Bandname. Mehr nicht. Ein Blick auf die Homepage verrät mehr: Englischsprachiger Pop mit poppigem Damengesang soll’s sein, was Stellabong fabrizieren. Das belegt die erste Hörprobe: Brigit Giesls klare Stimme verpasst dem Opener „Lay my eyes“ und (darauf folgend) „Have you seen Venice“ eine freundliche, unkomplizierte Stimmung.
Was fällt noch auf? Das Schlagzeug (dahinter sitzt Tom Divock, Gewinner des Ingolstädter Jazzpreises) rumpelt soundtechnisch in den Tiefen ein wenig. Im Info selbst räumen die Ingolstädter ein, die Produktion sei noch nicht ganz abgeschlossen, die Band aber sei scharf auf Reaktion seitens der Presse. Naja. Es folgt eine Menge Durchschnitt, „On the run“, „Limelight“, „Stay“ - eine Ausnahmesängerin ist Giesl nicht gerade. „Summersun“ hingegen lässt aufhorchen, endlich einmal erklingt eine Melodie, die unverbraucht klingt. Gut gelungen ist auch der Rausschmeißer-Track „Don’t go“, der mit einem simplen, aber effektiv-treibenden Gitarrenriff den Song nach vorne wirft.
Insgesamt schaffen es Stellbong leider nicht, sich vom Gros der Underground-Konkurrenz abzuheben. Demnach dümpelt diese Platte doch sehr im Durchschnitt vor sich hin.