Rezensionen

Slayer: Christ illusion TIPP

Autor: R@Z€ / Wertung: 11.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Bild von Slayer - Christ illusionGlaube, Sitte, Heimat waren noch nie Begriffe mit denen man die Truppe aus Kalifornien beschreiben konnte. Nun sind die vier Jungs aus Gründertagen wieder zusammen und vollbringen das, was sie alle vier Jahre am liebsten machen, den Thrash Metal-Thron besteigen und den Metal WM-Sieg nach Hause holen. Erster wohltuender Eindruck, Tom kreischt wie in alten Zeiten ohne Verzerrer und zetert mehr denn je gegen Kirche, Kult und Konfessionen. Zweite Änderung: Schlagzeugsound und Drumtechnik sind erkennbar von “South of heaven” und “Seasons in the Abyss” übernommen und Dave veredelt ohne große Spirentzken den neuen Rundling par excellence. Und der letzte und wichtigeste Punkt, Slayer konzentrieren sich wieder mehr auf das Wesentliche, sprich hammermäßige Songs inklusive Schweinesolos. “Flesh Storm” legt gleich in bester “War ensemble”-Manier los, gefolgt von “Catalyst” welcher irgendwo zwischen “Blood red” und “Hallowed point” anzusiedeln ist. Erster Höhepunkt ist “Skeleton Christ” und erinnert nicht nur namenstechnisch an“Skeletons of society”. “Eyes of the insane” und “Catatonic” sind düster gehalten, kommen zwar an “Seasons in the Abyss” oder “Dead skin mask” nicht heran, überzeugen aber trotzdem als morbide Ruhepole der Scheibe. Mit dem catchygen “Jihad” nebst gutem alten “WAR”-Schrei, dem groovigen “Black serenade” und die nach einer Mischung aus “South of heaven/Angel of death” klingenden Single-Auskopplung “Cult” sind die besten Songs des Albums enthalten. Der Rest ist prächtige Markenware. Jedem interessierten Metaller und Fan dürfte allerdings klar sein, dass so wie Metallica nie wieder eine “Master of Puppets”-Scheibe auf die Reihe kriegen, werden Slayer nie wieder ein “Reign in blood” zusammenzimmern können. Ob die Totschläger letztendlich die neue Metallica-Scheibe in Grund und Boden thrashen werden, bleibt abzuwarten und letztendlich schulden uns momentan Metallica den Beweis. Allerdings haben die mittlerweile 40järigen in ihrer gesamten Karriere als einzige Thrash-Band keinerlei Kompromisse gemacht und immer kräftig rumgeholzt, sodass es für mich sowieso keinen Klärungsbedarf gibt. Vom Sound über geile Songs bis hin zum Coverartwork haben Slayer wieder zur alten Stärke zurückgefunden und bescheren uns ein Album, das alle, durch “Diabolus in Musica” und “God hates us all” vergraulten Hörer, wieder an den Bühnenrand holen wird, zu Stagedive und Moshpit einlädt und zum ekstatischen Bangen animiert. Never change a winning team. Geile Scheibe das, 11 Punkte!

No Comments »

No comments yet.

RSS feed for comments on this post. TrackBack URI

Leave a comment

Verwandte Artikel

Weitere Artikel des Autors

Aktuelle News

Aktuelle Artikel

Navigation


© Dirk Janßen, Webdesign, Webanwendungen & Content Management Systeme.

Sound Base Online Magazin Powered by WordPress - Inhaltsverzeichnis