Das ist mal ein wirklich beängstigendes Cover. Nicht immer diese langweiligen offensichtlichen Splatter- oder Gorebildchen, die man ansonsten aus dem Death Metal Milieu vorgesetzt bekommt. Erinnert ein wenig an die Severed survival von Autopsy, rein verpackungstechnisch gesehen. Aber hier soll es uns vornehmlich um die Musik gehen und da machen Skinless ebenfalls keine Gefangenen. 8 Tracks in knapp 37 Minuten hauen uns die New York Boys um die Ohren. Gleich der Opener “Overlord” pult einem wie ein Sandstrahler den Schmalz aus den Gehörgängen, damit “Endvisioned” sowie “Execution of reason” den ganzen Schmand kleinkloppen können. Mit intensiver Brutalität und rasenden Gitarrenläufen haben sich Sickness auf dieser Scheibe selbst übertroffen, und veredeln ihre Songs mit coolen Samples und überraschenden Breaks. Überwiegend sind Sherwood Webber und Kollegen full speed ahead unterwegs, wissen aber auch das Tempo zu variieren und geschickt im Midtempobereich zu überzeugen. Im unteren Geschwindigkeitslevel wird Black Sabbath’s “Wicked world” so dermaßen geil zerlegt, dass man sich von der Truppe eine ganze Scheibe voller Coversongs wünscht. Sabbath goes Death Metal. Spielerisch ganz klar Meisterklasse und in einer Liga mit The Black Dahlia Murder oder Sickening Gore anzusiedeln, ist man nach dem ersten Durchgang froh, noch alle sieben Sinne bei sich zu haben. Nachdem man eine Ruhepause eingelegt hat und sich alle Wahrnehmungsorgane wieder an den richtigen Stellen befinden, kanns mit Runde 2 losgehen. Wer vor Ende der zwölften Runde K.O. geht, ist selbst schuld, allerdings könnte es dann auch daran gelegen haben, dass sich die Doublebass ein wenig nach Drumcomputer und es somit zu modern und untrue für einige “die hard”-Ohren rüberkommt. 9 Punkte.
Rezensionen
Skinless: Trample the weak, hurdle the dead
(Relapse Records/Release)
Autor: R@Z€ / Wertung: 9.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine
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