Die Ende des letzten Jahrtausend in Koblenz gegründeten Six Reasons To Kill haben sich in den letzten Jahren nicht nur von der Hälfte ihrer Belegschaft getrennt, sondern sich auch vom ursprünglichen Metal Core deutlich hin zum Thrash- und Melodic Death Metal bewegt. Reborn, der aktuelle Player ist also kein Schnellschiss, sondern Entwicklungsstand von mehreren Jahren. Dementsprechend fortgeschritten, aber auch immer noch recht zerrissen stellt sich das Quintett somit vor. Reborn deckt schlicht formuliert ein weites Feld harter Musik ab, eckt Hardcore mit Thrash Metal an, schieben Blastparts den urigen Death Metal beiseite. Und wenn man es einmal melodiöser versucht, müssen als Vergleich die britischen Gothic Metal Urväter My Dying Bride herhalten. Überhaupt scheut man sich bei Reborn nicht, Ähnlichkeiten mit der Prominenz zu suchen: The Haunted, Bolt Thrower und Black Dahlia Murder sind nur einige Bands, die genannt werden. Einzig an wirklich unverkennbaren Granaten mangelt es der Band noch, so dass das schlichte Retribution zum Hit der Scheibe avanciert, auch wenn es einen solchen Charakter nicht unbedingt besitzt. Wen Reborn eine Wiedergeburt der Band darstellt, so muss die Band auch erkennen, dass man sich nach einer Geburt noch im Werden befindet. Six Reasons To Kill haben mit Reborn einen hoffnungsvollen Beginn hingelegt, die Reifeprüfung muss aber noch auf sich warten lassen.
Rezensionen
Six Reasons To Kill: Reborn
(Bastardized Records)
Autor: DJ / Wertung: 8.5 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine
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