Mit “Circles” hat die Melodic Hard Rock Formation Shooting Star bereits ihr siebtes Album in nur 27 Jahren Bandgeschichte am Start, und ich muss gestehen, dass ich bisher trotz der sieben Alben und der langen Bandgeschichte noch nie auch nur eine Note von den Herrschaften gehört habe. In manchen Fällen ist eine solche Bildungslücke unverzeihlich, in vorliegendem Falle aber denke ich, kann ich diese verschmerzen.
Mag sein, dass die 6 Vorgängeralben durch die Bank echte Killer waren, die aktuelle Platte ist es definitiv nicht, denn was Shooting Star auf „Circles“ bieten ist gewöhnliche Hausmannskost, die irgendwo zwischen seichtem Arena-Rock und schmalzigen Balznummern der Kuschelrock-Fraktion stattfindet. Die Mucke ist nicht wirklich schlecht gemacht und wird auch sehr ordentlich dargeboten, aber den insgesamt zehn Nummern fehlt für meinen Geschmack irgendwie der überzeugende Biss. Mit Titeln wie „Trouble in Paradise“, „What Love Is“, „Without Love“, „Runaway” und Co konnte man sicherlich Mitte der 80er Jahre in diversen Backstage-Bereichen die ein oder andere Schlüpfer-Flugshow in Gang bringen, aber 2006 fehlt es dem Material doch ein wenig an Druck und Frische. Da gibt es diverse andere Formationen, die sich im Bereich Melodic Rock wesentlich überzeugender präsentieren.
Fazit: Wer auf absolut Radio tauglichen AOR steht und / oder sich selber als absoluten Shooting Star Fan bezeichnen würde, der mag auch an „Circles“ Gefallen finden. Wer es ein bisserl rauer und frischer mag, der wird unter anderem in der Produktlinie des Hauses Frontiers Records sicherlich auch wesentlich spannendere Acts und Veröffentlichungen finden. Unaufgeregtes Mittelfeld – 6 Punkte!