Rezensionen

Shizuko Overdrive: Shizuko

(Avasonic)

Autor: DJ / Wertung: 4.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Bild von Shizuko Overdrive - ShizukoAn verregneten Tagen wie dem heutigen fällt es einfach schwer, die Dinge zu beschönigen. Und so kann es für das Debüt der Gothik Rocker Shizuko Overdrive nur ein Prädikat geben: mies! Dreizehn Lieder lang beweist die Gruppe, dass sie eigentlich keine wirklich interessanten Ideen hat, aber diese nicht vorhandenen Ideen auch noch recht mager umsetzt. Hier fehlt es den Instrumentalisten schlicht an den handwerklichen Fähigkeiten. Und den dürftigen Nummern kann auch Sängerin Eve kein Krönchen mehr aufsetzen - obwohl sie durchaus Stimme besitzt. Richtig dicke kommt es aber, wenn Horatio Luvcraft das Ruder übernimmt und dunkle Flüche ins Mikro haucht. Das hat soviel Flair wie die Augsburger Puppenkiste unter der Regie von Frank Elstner. Den Höhepunkt des Dramas erreicht man sogar schon im zweiten Akt, wenn man mit Self Control einen Klassiker covert, aber gerade hier die Frontdame patzt und sich anhört wie die amerikanische Originalstimme von Marge Simpson.
Da die Platte auch noch produktionstechnisch vollkommen unter dem gängigen Standard von Demo-Acts liegt, kann ich der Platte leider nichts abgewinnen.

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