Klappentext: In Lamberley, Sussex wird eine Frau beobachtet, die Kindern das Blut aussaugt. Robert Ferguson hält die Frau für einen Vampir und bittet seinen alten Kameraden Watson und dessen Freund Sherlock Holmes um Hilfe - und der hat den Verdacht, das hinter dieser Sache etwas ganz anderes steckt.
Kritik: Es ist sicherlich ein wenig unglücklich, dass Maritim mit Der Vampir von Sussex nur weniger Monate nach Titania Medien die selbe Geschichte von Sir Arthur Conan Doyle als Hörspielproduktion veröffentlicht. Zumal der Version des Labels Titania Medien allgemein eine beinahe perfekte Umsetzung des Originalbuchs zugesprochen wird. Wer braucht da noch eine weitere Fassung?
Wäre dies ein Verkaufsgespräch, könnte man vielleicht folgende Argumente für einen Kauf der Maritim-Variante anführen:
1. Christian Rode und Peter Gröger sind vielleicht ein authentischeres Holmes und Watson Duo. Auf jeden Fall geben sie den Figuren durch ihren Ausdruck einen anderen Charakter als Joachim Tennstedt und Detlef Bierstedt in der Titania Medien Version.
2. Maritim weicht an zahlreichen Stellen von der Umsetzung des Labels Titania Medien ab: es gibt keine Rückblenden und Binnenerzählungen, die Personen erhalten einen anderen Charakter und die Erzählung wird etwas gedehnt.
3. Aus den Punkten 1) und 2) resultiert sowohl eine andere Atmosphäre als auch eine andere Dramaturgie. Dies ergibt keine neue Geschichte, aber gewisse Aspekte (z.B. Fremdenfeindlichkeit) werden stärker betont, andere Aspekte (z.B. die schmerzhafte Liebe zwischen Robert Ferguson und seiner zweiten Frau Isabella) weniger emphatisch dargestellt.
Ob diese Argumente ausreichen für einen erneuten Kauf der selben Geschichte, soll hier nicht beantwortet werden. Ich hätte allerdings ungern die Lücke in meiner Sherlock Holmes Sammlung von Maritim.