Ihr steht auf Bay-Area-Thrash? Old school aber nicht altmodisch. Modern aber nicht überproduziert. Melodisch aber nicht kitschig. Hart aber abwechslungsreich. Willkommen im Hause Shatter Messiah! Alleine schon der Auftakt mit dem Titelsong ist göttlich. Alles was ein guter Song braucht, Doublebass, Melodie, kräftige Stimme, feiner Chorus und vor allem megafette Riffs. Die gibts auf dieser Scheibe in allen Geschwindigkeitsvariationen satt und genug. Ob Stakkato im Stile von Pantera (Fratalitiy), Fear Factory-Rhythmik ala “Bad blood” technisch wie bei Communic (New kleen killing maschine) oder einfach voll auf das Fressbrett (Crucify freedom); alle Vorlieben werden befriedigt und das kommt nicht von ungefähr. Bandleader und Gitarrist Curran Murphy war bereits bei Annihilator und Nevermore unter Vertrag und kann nun mit seiner eigenen Band sein ganzes Können ausgiebig unter Beweis stellen und ordentlich auf die Metal-Kacke hauen. Gleiches veranstaltet Sänger Greg Walker auf dieser Götterspeise. Das gesamte Spektrum über kräftigen Thrash-Gesang, metal church’sche oder nevermore’sche Phrasierungen, melodische Chorusstimme oder tiefe Dave Ingram-Growls wird abgedeckt und zu jeder Zeit routiniert dargereicht. Über allem schwebt die Atmosphäre, welche Testament, Forbidden oder Annihilator damals versprüht haben und so fühlt man sich, trotz der modernen Elemente, in die gute alte Hochzeit des Thrash Metals zurückversetzt. Wer auf ebendiese Bands abfährt und auch auf Nevermore zur “Dead heart…”-Phase kann, muß sich diese Scheibe sowieso zulegen, alle anderen dürfen sich diese Sahnehäppchen ebenfalls nicht entgehen lassen. Shatter Messiah sind für mich die Wiederauferstehung des Thrash Metals und neben “The Human Abstract” der heißeste Newcomer 2006.
Rezensionen
Shatter Messiah: Never to play the servant TIPP
(Dockyard 1)
Autor: R@Z€ / Wertung: 10.5 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine
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