Set Your Goals machen Laune, dass muss ich gleich zu Beginn mal klarstellen. Ihr schneller coriger Punk erinnert mich an eine „böse“ Version von Blink 182 oder Sum 41, ohne das sie so Zahnlos oder gar Belanglos wirken. Wie diese Bands setzen sie auch viel Wert auf Melodie, aber sie klingen nicht angepasst oder in ein Korsett gepresst. Viele Tempowechsel und auch der Gesang von Jordan Brown und Matt Wilson, die sich nicht auf einen klaren Sänger und einen Brüllwürfel reduzieren lassen, machen die MCD zu einem kurzweiligen Spaß. Wobei man kurzweilig ruhig wortwörtlich nehmen sollte, denn nach knapp 13 Minuten ist schon wieder Schluss mit Lustig!
Bei den 6 Songs auf dem Album handelt es sich um ihr Demo und eine äußerst gelungene Coverversion des Jawbreaker Klassikers „Do You Still Hate Me“. Des Weiteren sind auf „Reset“ noch Interviews und einige Videos von ihrer 2005er Tour zu sehen.
Wer auf gut gespielten, schnellen Punk mit schönen Sing-A-Long Teilen steht, der wird mit „Reset“ nicht viel Falsch machen. Auch wenn der Comedyfaktor fehlt, erinnern mich die Jungs manchmal an die genialen Mucky Pup. Ich bin jedenfalls sehr gespannt, was uns im Sommer erwartet, denn da wird das erste komplette Album der Herren aus San Francisco erscheinen. Wenn sie den Standard von „Reset“ halten können, dann wird sich das Warten auf jeden Fall lohnen. Auch weil es sich um ein musikalisches Subgenre handelt, dass in den letzten Jahren nicht gerade für hochklassige Alben gesorgt hat. Weil es sich um eine MCD handelt verzichte ich mal auf die Punkte.
Rezensionen
Set Your Goals: Reset (MCD)
(Alveran Records)
Autor: CF / Kommentare: Bisher keine
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