Der erste Eindruck ist bekanntlich der wichtigste, und einen besonders guten wollen Serenity Gray aus Mülheim (an der Ruhr) mit ihrer selbstbetitelten 3 Track E.P. hinterlassen. Und ich denke, das wird ihnen Gelingen, denn je öfter der Silberling in meinem Player rotiert, umso mehr gefällt mir die Mucke.
Musikalisch kombiniert das Quartett laut Eigeneinschätzung auf der Homepage harte Riffs aus dem Nu-Rock-Lager mit großen Melodien des Alternative-Pop, eine Einschätzung, die man durchaus teilen kann, auch wenn jetzt auf der mir vorliegenden Promo nicht unbedingt sonderlich harte Riffs dominieren (gut, das könnte auch eine Frage der persönlichen Hörgewohnheiten sein) aber gute Alternative-Pop Melodien beherrschen die Jungs definitiv. Besonders bei „Evelyn“ und „Sunday Mourning“ wird das sehr deutlich, denn gerade letzteres pfeif ich im Moment ständig vor mich hin. Mir liegt die ganze Zeit schon der Name einer bekannteren Band auf der Zunge, die musikalisch ähnlich klingt, aber es ist wie verhext, ich komm einfach nicht drauf. Auf jeden Fall klingen einige Passagen in meinen Ohren nach Creed, allerdings ohne den für diese Combo typischen, nöligen Gesang. Vom Sound her ist die Nummer für eine Eigenproduktion auch recht ordentlich geworden, auch wenn sich hier sicherlich noch ein bisserl mehr rausholen ließe.
Fazit: Auf das, was da in Zukunft aus dem Hause Serenity Gray noch kommen mag, bin ich sehr gespannt, denn diese E.P. macht eindeutig Lust auf mehr. Schade, dass drei Songs so schnell vorbei sein können, aber es gibt ja inzwischen an jedem Player eine Repeat – Taste. Wer auf oben genannte Referenzsounds und –bands steht, sollte sich das Teil über die Homepage der Mülheimer oder direkt für 4 Euro (plus Porto) unter der Email-Addy info@serenitygray.de ordern, denn Unterstützung haben die Jungs meiner Meinung ohne Zweifel verdient. Daumen hoch!