Scorngrain versuchen sich in einem Metier, das ursprünglich originell ist, aber dann aufhört originell zu sein, wenn mehrere Bands sich an einer Definition des Genres versuchen. Das finnische Trio setzt irgendwie auf die gleichen Klänge wie And Oceans, The Kovenant und Morgul. In diesem Zusammenhang liest man dann öfters Cyberthrash. Und schon gehen die Möchtegern-Thrasher wieder auf die Palme, bei denen Thrash-Metal bei Slayer anfängt und bei The Haunted schließlich aufhört. Dazwischen paßt dann nicht mehr viel. Und vergessen wird, dass schon in den 80ern Thrash-Metal weit gedehnt wurde und farbige Produkte auf den Markt brachte. Im neuen Jahrtausend will man davon anscheinend aber nichts mehr wissen, wie manch Kritik beweist. Ich lass den finnischen Burschen mit Hang zu überdimensionalem Werkzeug aber das Prädikat Thrash-Metal, wenn sie diesen nebst Black- und Death-Metal Elementen auch noch mit fröhlichen Kirmes-Elektro-Elementen schmücken. Würde die Gruppe ein wenig mehr finnischen Humor einfließen lassen und das böse Geballere beiseite lassen, wären sie vielleicht sogar offen für spaßige Elemente und mehr Eigenleben in ihrer Musik. So weiß Cyberwarmachine zwar mit einer durchaus runden, aber wenig auffallenden Marschrichtung aufzuwarten, von der man nicht weiß, ob sie nun sein muss!
Rezensionen
Scorngrain: Cyberwarmachine
(Dynamic Arts Records)
Autor: DJ / Wertung: 8.5 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine
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