Rezensionen

Schattensaiten: Satan Clause (Special)

(Pandoras Play)

Autor: DJ / Wertung: 8.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Bild von Schattensaiten - Satan Clause (Special)Beschreibung: Wer ist nur der sonderbare Mann, der nachts an der Tür klingelt? Hat er den Verstand verloren? Bald ist der seltsame Vorfall vergessen.
Weihnachtsstimmung liegt in der Luft, das Haus ist geschmückt und Daniel und Christian haben sogar einen Job als Weihnachtsmann angenommen. Alle freuen sich auf eine ruhige und besinnliche Zeit. Doch dann steht etwas in der Zeitung, das all ihre Pläne über den Haufen wirft. Jemand hat es auf die Weihnachtsmänner der Stadt abgesehen. Kann der Weihnachtsmannkiller gestoppt werden?

Kurz vor Weihnachten, aber leider doch zu spät, um noch für das Weihnachtsfest berücksichtigt zu werden, schickten Pandoras Play ein kleines Weihnachtsstück als stillen Gruß, das auf den klangmalerischen Namen Satan Clause hört. Eine Ode an all die betrunkenen Männer, die im Glühweinrausch in ihre Nikolausmützen reihern? Oder ein weiteres Wortspielchen, um die Zuschauer von RTL, Pro7 oder NeunLive bei den gewitzten Telefonspielchen in Wirrung zu schicken?

Sicherlich keins von beiden und dennoch ein wenig inspiriert davon! Glühwein wird in Satan Clause gerne als Konnotation des Begriffs Weihnachten verwendet, häufig angesprochen und zum Schluss hin hat die Idee auch was von zuviel Frostschutzmittel im Getränk. Und stürzt schließlich den Hörer auch etwas in Wirrung! Ich möchte gar sagen, die Geschichte ist von neckischer Logik. Das Finale lässt während intensivem Kopfschütteln aufgrund der dargebotenen Auflösung verzweifelt Schmunzeln.

Bei allem Zynismus beginnt Satan Clause dennoch viel versprechend. Ein Unbekannter, dessen Ziel es ist, alle Weihnachtsmänner in der Stadt zu ermorden, sie mit seinem Gefährt, angeblich einem Schlitten, niederzufahren und dann im Nichts zu verschwinden. Und dann gibt es auch noch ein rätselhaftes Stück Holz, das irgendwie dem Ende im Kamin entgehen kann und über Nacht zu wachsen beginnt, bis es schließlich konkrete Formen annimmt. Was also reichlich mysteriös beginnt, endet leider schließlich doch in einer etwas gezwungenen, ins Weihnachtskonzept gepressten Lösung. Und um die Geschichte zu einem Ende zu führen, schließt man sie reichlich holprig ab. Beinahe schon hollywoodlike, wo man nach 90 Minuten einfach irgendeinen Showdown herbeiführen muss.
Unterhaltsam ist die weihnachtliche Episode im Schattensaiten-Universum dennoch.

Die Produktion an sich bleibt auf dem typischen Schattensaiten-Niveau. Das schließt leider auch ein, dass die Hauptcharaktere ein weiteres Mal keinen Sprung in Sachen Sprecherniveau verzeichnen können. Die Betonungen sind leider immer noch übertrieben und unnatürlich, beinahe aber schon ein Markenzeichen der Serie. Mit Konrad Halver hat man wieder einen Star mit an Bord, den man aber inzwischen schon überstrapaziert hat. Das weiß man wohl auch im Hause Pandoras Play und lässt ihn in seiner Rolle als Satan Clause wenig zu Wort, eher zu Ton kommen. Ein Lob verdient erneut die graphische Umsetzung von Sandra Stücker, die sich verdientermaßen inzwischen ihren Dipl. Des. vor den Namen setzen darf. Herzlichen Glückwunsch von dieser Seite!

Satan Clause, Weihnachtsspecial aus dem Haus Pandoras Play, richtet sich vor allem an Freunde der Schattensaiten-Serie. Herausgerissen aus der Storyline bietet es ein nettes Intermezzo. Mehr nicht!

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