Das Schwabenland scheint ein guter Nährboden für Metal-Bands zu sein. Primal Fear , Brainstorm oder Sinner , um nur einige zu nennen, entstammen diesem Landstrich. Nun reiht sich mit Saidian ein weiterer Newcomer in die Liste ein.
Der Sound der Esslinger hängt irgendwo zwischen Melodic und Power Metal, wobei Bandchef und Keyboarder Markus Bohr im Gesamtsound schon recht präsent ist. Sänger Markus Engelfried hat ein überdurchschnittlich hohes Organ, an dem sich wahrscheinlich die Geister scheiden werden. Trotzdem kommen die Gesangsmelodien sicher, selbst in den ganz hohen Lagen besteht keine Gefahr von Glas- oder Nervenzusammenbruch. Die acht Kompositionen (plus ein Intro) können qualitativ allesamt überzeugen, herausragend sind die schnellen ‘Burn Down The Night’ und ‘Raging Fire’ sowie das epische ‘Chains Of Time’. Allerdings mangelt es dem Quintett, das demnächst in Spanien auf Tour gehen wird, insgesamt an Eigenständigkeit. Soll es bergauf gehen, müssen sich die Schwaben steigern. "For Those Who Walk The Path Forlorn" ist da ein ordentlicher Beginn. Nicht mehr und nicht weniger.