Würde mich jemand nach meiner persönlichen Top Ten der Metal Sänger fragen, dann würden Jorn Lande und Russell Allen sicherlich in dieser Liste die ersten beiden Plätze einnehmen. Kein Wunder also, dass mich fiebrige Vorfreude überkam, als die Promo vorliegenden Releases in meinem Briefkasten aufschlug.
Gut, zwei große Namen müssen nicht unbedingt für ein gutes Album garantieren, soviel war es auch mir im Vorfeld durchaus bewusst, denn schon häufiger stellte sich bei diversen Allstar Projekten nach anfänglicher Euphorie letzten Endes doch Enttäuschungen ein sobald man das Werk in die Anlage geschoben hatte. Eine Enttäuschung allerdings, die mir bei dieser CD zum Glück erspart blieb, denn Allen und Lande haben sich auf „The Battle“ ihrer Stärken besonnen und zusammen ein Werk eingestielt, dass in erster Linie von zwei exzellenten Stimmen lebt und wo die Musik allenfalls als schmückendes Beiwerk fungiert. Schön zu beobachten ist es, dass die Gesangslinien der beiden zu keinem Zeitpunkt aus falschem Stolz heraus zum Egotrip mutieren. Vielmehr ergänzen sich die Herren perfekt und treten abwechselnd auch gerne ins zweite Glied, um dem jeweils anderen Raum zur vollen Entfaltung zu geben. So macht es definitiv Spaß, zwei wahren Könnern zu lauschen. Da verwundert es wenig, dass die Zeit trotz insgesamt 12 nicht gerade kurzen Tracks wie im Fluge zu vergehen scheint und man das Gefühl hat, die CD gerade erst eingeworfen zu haben, obwohl bereits die letzten Akkorde von „The Forgotten Ones“ erklingen. Da hilft nur noch die Repeat Funktion, denn „The Battle“ ist definitiv ein Album, das man gerne öfter hört und vor allem auch hören kann, ohne dass es einem Langweilig wird.
Fazit: Wer ein Faible für ausdrucksstarke und stimmgewaltige Sänger in Verbindung mit gepflegtem Heavy Rock hat, der wird um den Erwerb von „The Battle“ nicht herumkommen, denn genau diese Eigenschaften finden sich durch Russell Allen und Jorn Lande auf diesem Tonträger vereint. 10,5 Punkte!