Rundfunk hören sich nach einer deutschen Band an, kommen aber aus Schweden. Mit Kings & Queens veröffentlichen sie nun ihr zweites Album, das ein wenig an einen Gemischtwarenladen erinnert. Angesichts zitierter Vorbilder, wie The Stone Roses, Kraftwerk, Talking Heads oder auch Led Zeppelin und derart begangener Stilbrüche wie auf ihrem eigenen Album, weiß man einfach nicht so recht, wohin die Reise des Quartetts gehen soll.
Startet der Opener ‚Oktoberfest’ in feinster elektronischer Manier, gesellt sich mit nachfolgendem ‚Kings & Queens’ ein eher schräges, knarzendes Indiestück hinzu. ‚The Puppeteers’ trumpft hingegen mit tragenden Trompetensound auf, ‚Euroversion zeigt sich eher in poppigen Antlitz und bei ‚Marathon Man’ verschmelzen wiederum Elektrobeats und Gitarrengeschrammel zu einem ausschweifenden Noiseoutro. Und über fast allen Stücken hängt die leicht schräge Stimmlage Stefan Ollsons.
Kein Wunder also, daß das scheinbar richtungslose Aneinanderreihen der 12 Kompositionen mitunter doch einiges an Stirnrunzeln zurück läßt und zu der Annahme verleitet, daß sich die Band genremäßig noch uneins ist. Dennoch: Insgesamt betrachtet ist das Album kein schlechtes und hinterläßt mit seinen zum Teil sehr ausgefeilten Songs einen guten Eindruck. Wer komprimierte Vielfalt mag, sollte also ruhig mal reinhören.