Es scheint fast so, als hätten sich Royal Hunt inzwischen endgültig gefangen, nachdem die Herren um André Adersen nach der Trennung von D.C. Cooper musikalisch nicht mehr wirklich überzeugen konnten.
Zwar schaffen sie auch mit „Paper Blood“ sicher nicht vollständig an Hammeralben wie „Moving Target“ und „Paradox“ heranzureichen, aber nachdem sie mit ihrem letzten Werk „Eye Witness“ schon wieder ein respektables Album am Start hatten, können sie auf „Paper Blood“ dieses Niveau zumindest halten und stellenweise sogar ein wenig steigern. Mit insgesamt 10 neuen Nummern kommen Royal Hunt daher, die durch die Bank mit denen für die Band typischen Trademarks überzeugen können, bei Highlights wie „Not My Kind“, „Never Give Up“ und „SK 983“ blitzt zwischendurch sogar immer mal wieder die Glorie ihrer besten Zeiten durch.
Ansonsten erübrigt es sich wohl, Worte über die musikalische Klasse der beteiligten Musiker zu verlieren, denn es ist wohl unstreitig, dass André Andersen (Keyboard), John West (Gesang) und Co sicherlich Meister ihres Faches sind. Und auch vom Sound her gibt es wie eigentlich gewohnt nichts zu meckern, denn die Produktion ist auch hier mal wieder sehr amtlich ausgefallen und schiebt wie Sau.
Fazit: Für Fans der Formation oder Freunde des Melodic (Pomp) Metal ist „Paper Blood“ sicherlich ein gutes Album zum Kaufen, und auch Neueinsteiger machen hier sicher nichts verkehrt, auch wenn ich denen wahrscheinlich eher eingangs erwähnte Highlights der Karriere empfehlen würde. 10,5 Punkte!