Rezensionen

Riamiwo: quench

(OneTakeRecords)

Autor: JK / Wertung: 5.5 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Bild von Riamiwo - quenchAlso ehrlich, so richtig einordnen kann ich die Mucke von Riamiwo nicht. Anzeichen für eine Genre-Bestimmung? Artwork: Stoner Rock. Inlay: Deutsch-Schüler-Rock. Hörprobe: Psychedelic-Indie-Aftershow-Entspannungs-Pop.

„Electric Tagtraum“ nennt die Band ihren Song Nummer eins und dabei kommt man wirklich ins Träumen. Oder sagen wir mal so: Besser könnte der Titel nicht gewählt sein. Wer jedoch denkt, es handelt sich um die Ruhe vor dem Sturm, um das große fette Largo vor dem aufbrausenden Vivace (habe ich im Lexikon nachgeschaut!), der sieht sich getäuscht. „Confidence“ wackelt ebenso gemächlich, zerbrechlich, verletzlich umher. Und, wow, das Tempo ist auch bei „I should know“ Programm. Lediglich zum Ende hin wagt der Drummer mal öfter die HiHat zu tätscheln. Ticktickticktickticktickticktick …

Ich nehme es mal vorweg. Überraschungen wird es bis zum Ende der Platte nicht mehr geben. Das ist gut und schlecht. Denn von einem Spannungsbogen kann man bei „quench“ wahrlich nicht reden. Oft klingt es einfach nach den eingeschlafenen Füßen, die wohl mal in den staubig-muffigen Galoschen gesteckt haben müssen, die die Band auf ihrem Cover verewigt hat. Andererseits darf man durchaus von einem roten Faden sprechen, von einer homogenen Platte, die zwar keine Experimente eingeht, aber durchaus Stringenz besitzt. Mir persönlich ist das zu langweilig, wer jedoch in der Schule schon immer die meiste Zeit aus dem Fenster geschaut hat, der darf ruhig mal in „quench“ reinhören.

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