Rezensionen

Ren Dhark: Das Rätsel des Ringraumers

(Eins-A-Medien)

Autor: DJ / Wertung: 9.5 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Bild von Ren Dhark - Das Rätsel des RingraumersInhalt: Gestrandet auf dem Planeten Hope entdeckt Ren Dhark das geheimnisvolle, Ringförmige Raumschiff einer verschollenen, unbekannten Lebensform. Zur gleichen Zeit wird die Kolonie der Menschen auf Hope von einer überlegenen Macht aus dem All, den Amphis angegriffen…

Kurt Brand, gefeierter Perry-Rhodan-Autor, schuf mit Ren Dhark eine der fesselndsten Space Operas der deutschsprachigen Science Fiction. Die ungekürzte Lesung von Renier Baaken, lässt die packenden Abenteuer dieser Kultserie lebendig werden.

Das erste Hörbuch aus der Ren Dhark Reihe stand deutlich im Schatten der erfolgreichen EinsAMedien SciFi Oper um den Terraner Perry Rhodan. Die Geschichte selber roch irgendwie nach einem lauen Aufguss des Kampfstern Galaktika-Themas und teilte sich mit der Serie sogar die attraktiven Darsteller. Während beim Klassiker allerdings die Höhepunkte bei Schlachten draußen im All zu finden waren, schlidderte die Erzählung um die gestrandeten Terraner auf Hope eher fad bis zum Ende der letzten CD. Sicherlich alles andere als ein gelungener Einstand.

Das dröge Bild des ersten Hörbuchs setzt sich trotz neuem Erzähler (Renier Baaken) auf dem 6-CD-PackDas Rätsel des Ringraumers erst einmal fort. Daran kann auch das Heroische des Helden und die phantastischen Technologien, die die Ausgestoßenen um Ren Dhark finden, nichts ändern. Dieses Bild wandelt sich aber schließlich, als die Amphis, ein feindliches Amphibienvolk, die Terraner auf Hope angreifen und es zusammen mit den Wieseln einem von den Amphis unterdrückten Sternenvolk, gegen die Echsenköpfe geht. Hat man also erst einmal den zähen Anfang überwunden, wird man mit Action-Powerplay belohnt. Dass die Erzählung dabei in Klischees badet (der strahlende Held Ren Dhark, die bösartigen, schuppigen Amphibien, die süßen unterdrückten Plüsch-Wiesel,…) und schließlich sogar noch das Mutantenelement der Rhodan-Serie einbaut, muss man dabei einfach mögen, um auf seine Kosten zu kommen. Der Cliffhanger zum Schluss dieser Folge lässt auf jeden Fall darauf hoffen, dass beim nächsten Mal storytechnisch das Eis endgültig bricht.

Einen großen Haken hat die Serie allerdings: die Charaktere. Das Ren Dhark-Universum besitzt einige Protagonisten, aber als Hörer sind sie mir auch nach dem zweiten Band noch vollkommen fremd. Das liegt auf der einen Seite an der farblosen Charakterzeichnung des Autors, auf der anderen Seite wieder einmal am Sprecher, der den einzelnen Figuren keine eigene Stimme verleihen kann. Entweder überlegt man sich, die Hauptcharaktere in einem beigelegten Booklet zu erwähnen, damit der Hörer nicht den Überblick verliert, oder man muss einfach im Hörbuch selber zwischen den einzelnen Figuren zu trennen wissen. Trotz dieses Mankos holt Das Rätsel des Ringraumers mehr Punkte als sein Vorgänger.

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