Progressive Metal….die Stilrichtung die wenige Stars, aber dafür umso mehr Legenden aufweist. Mit Redemption schickt sich eine weitere Band an, einen der beiden Wege einzuschlagen. Ihr Debüt 2002 war meiner Meinung nach viel zu kopflastig und zu sehr auf die Musiker und nicht auf die Hörer ausgerichtet. Ein großes Plus war damals der Gesang von Rick Mythiasin (Ex-Steel Prophet), der eigentlich nur schwer zu toppen ist.
Nun kommt das zweite Album der Band um Mastermind Nicolas van Dyk auf den Markt und um ehrlich zu schein, ich bin ziemlich gespannt, was dabei herauskommt.
Und ich bin überwältigt! Musikalisch war die Band schon immer über alle Zweifel erhaben, doch haben sie es nun geschafft, die musikalischen Fähigkeiten in Bahnen zu leiten, die die Songs mit all ihrer Komplexität viel verständlicher und hörbarer machen. Bernie Versailles (Agent Steel) und Mr. van Dyk zaubern auf ihren Gitarren Melodiebögen, die sich im Ohr verfangen und bei Hobbymusikern Verzweiflung auslösen. Auch die neue Rhythmusabteilung James Sherwood (Bass) und Chris Quirarte (Drums), beide von der Prog-Hoffung Prymary verpflichtet, spielen all ob es kein Morgen gibt. Sänger Rick Mythiasin ist leider nicht mehr an Bord, aber trotzdem ist der Gesang besser geworden, denn niemand geringerer als Ray Alder (Fates Warning) hat den Job auf „The Fullness Of Time“ übernommen.
Wie schon gesagt, ist der Hang zur Komplexität, der mich auf dem Debüt sehr an Watchtower erinnerte, Melodien gewichen. Melodien, die eine Faszination ausüben und verlangen, sich die Platte immer und immer wieder anzuhören. Vergleiche mit der Hauptband Alders Fates Warning drängen sich auf, da einige Songs problemlos auf „No Exit“ hätten stehen können. Größter Unterschied zu FW ist aber der fulminante Einsatz der Keyboards, welcher in seiner Perfektion sehr an „Dream Theater“ erinnert und das Keyboard als vollwertiges Instrument darstellt, der Gitarre gleich, teilweise sogar übergeordnet. Anspieltips zu geben fällt mir nicht wirklich leicht, doch sollte man sich das geniale, fast 16 Minuten lange „Sapphire“ und das aus vier Teilen bestehende Titelstück „The Fullness Of Time“ nicht entgehen lassen.
Jeder Fan von progressiver Musik und auch die Die Hard Fans von Dream Theater und Fates Warning sollten sich „The Fullness Of Time“ unbedingt anhören. Melodien, Härte und ein fantastischer Gesang, was will man mehr? Einziges Problem dürfte sein, dass Redemption die Messlatte sehr, sehr hoch gelegt haben…..mir soll es recht sein, denn so kommt endlich mal wieder Bewegung in eine Musikrichtung, die ich schon längst für ausgestorben hielt.
Rezensionen
Redemption: The Fullness Of Time TIPP
(Massacre / Soulfood)
Autor: CF / Wertung: 11.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine
No Comments »
No comments yet.
RSS feed for comments on this post. TrackBack URI