Rezensionen

Randy Piper´s Animal: Violent New Breed TIPP

(Deaf & Dumb / Soulfood)

Autor: Katze / Wertung: 10.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Bild von Randy Piper´s Animal - Violent New BreedEigentlich gibt es sie ja schon seit 1988, aber trotzdem haben es die unter anderem vom W.A.S.P.-Gitarristen Randy Piper gegründeten Animal bisher nicht zum ganz großen Ruhm gebracht. Zwar hatten sie wohl in ihrer lokalen Szene den Ruf einer hervorragenden Live-Band, aber Leistungsnachweise auf Konserve ließen lange auf sich warten. Erst nach einer Reformierung im Jahre 1995 schafften es die Herren 1998 ihr erstes Album einzuspielen, dass dann allerdings auch wieder lange Zeit auf Eis lag, bevor es dann 2003 unter dem Titel „900 Lb. Steam“ das Licht der Öffentlichkeit erblickte. Der wirklich große Erfolg wollte sich daraufhin allerdings nicht einstellen, was die beteiligten Musiker aber nicht sonderlich entmutigte, und so tritt man 2006 mit einem weiteren Werk an, um sich der musikalischen Öffentlichkeit zu stellen.

„Violent New Breed“ heißt der Silberling und dieses mal soll sich im Hause Animal der gewünschte Erfolg endlich einstellen. Um diesem Ziel gleich mal vorneweg einen bedeutenden Schritt näher zu kommen, hat man den Bandnamen um den Namen ihres Aushängeschilds erweitert. So erhofft man sich anscheinend den ein oder anderen W.A.S.P.-Fan bereits vor dem Hören auch nur eines einzigen Songs zu rekrutieren, was mich ehrlich gesagt eher etwas skeptisch an vorliegendes Werk herangehen lässt, auch wenn ich einer Band, die von ihrer Musik leben möchte, eine solche Taktik auch nicht wirklich verübeln kann.

Dabei wäre das Name-Dropping auf „Violent New Breed“ möglicherweise gar nicht mal nötig gewesen, denn die Herrschaften haben hier ein wirklich gelungenes Album am Start, zumindest für all diejenigen, die sich mit den bisherigen Aktivitäten des Herrn Piper im Hause W.A.S.P. anfreunden konnten, denn Animal klingen zu jedem Zeitpunkt fast haargenau wie vorgenannte Referenzband. Zu dieser Ähnlichkeit kommt es allerdings nicht alleine auf Grund des gleichen Ansatzes beim Songwriting, sondern vor allem auch wegen Rich Lewis, der - seines Zeichens Sänger bei Animal - mit einer verblüffenden, stimmlichen Nähe zu Blackie Lawless aufwartet. Musikalisch finden Randy Piper und Co eine gelungene Mischung aus flotten, fetzigen Nummern und wuchtigen Mid-Tempo Stampfern und hat mit „Turn And Walk Away“ sogar die ebenso obligatorische wie auch sehr amtliche Power-Ballade am Start. Abgerundet wird der feine Stil-Mix durch einen mehr als ordentlichen Sound, der mit breiter Brust aus den Lautsprechern schiebt.

Fazit: Natürlich mag es den ein oder anderen geben, der Randy Piper´s Animal als reines Geldmacher-Plagiat abtun und sich dementsprechend vehement weigern wird, auch nur eine Sekunde in „Violent New Breed“ rein zu hören. Wer aber solche Gedanken nicht hegt, Musik von W.A.S.P. gut leiden kann oder aber auch einfach nur auf geile Metal-Platten steht, der könnte mit diesem Release einen echt gelungenen Schnapp beim nächsten Plattenkauf machen. 10 Punkte!

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