Rezensionen

Purified In Blood: Reaper Of Souls TIPP

(Alveran Records / Soulfood)

Autor: CF / Wertung: 10.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Bild von Purified In Blood - Reaper Of SoulsIrgendwie stoßen mit Lobpreisungen in der Art „Bestes“ hier und „Gewinner“ da übel auf. So war ich dann auch bei den Norwegern Purified In Blood mehr als skeptisch, da im Plattenfirmeninfo drauf hingewiesen wurde, dass die Herren den Zoom Contest für norwegische Bands ohne Plattenvertrag 2004 gewonnen haben und auch zum besten Live Act bei den Norwegian Alarm Awards 2006 gewählt wurden.
Doch bei Purified In Blood scheint die Lobhudelei angebracht zu sein, denn „Reaper Of Souls“ walzt von der ersten Minute an gnadenlos alles nieder, was sich den Norwegern in den Weg stellt. Erst einmal muss ich sagen, dass Purified In Blood die metallischste Band sind, die ich bisher von Alveran gehört habe. Von der Bezeichnung Metalcore halte ich bei den Jungs auch nichts, da sie teils klassischen Thrashmetal aus den Boxen knallen lassen, zwar nicht auf Breakdowns verzichten, aber immer eher dem Thrashgenre zuzuordnen sind. Besonders die Gitarrenarbeit ist hervorzuheben, sie gipfelt in dem Song „Venom“ bei dem ein teils zweistimmiges Gitarrensolo a lá Iron Maiden gespielt wird. Ansonsten haben die Jungs bestimmt viel Slayer und Exodus gehört, von den Mannen um Kerry King haben sie die Intensität und teile der Rhythmik von der Bay Area Legende übernommen. „Reaper Of Souls“ geht immer nach vorne, so dass dem Zuhörer nicht eine Sekunde Atempause gegönnt wird, was verwunderlich ist, da die Jungs auch zwei Sänger in Gepäck haben. Aber auf klaren gesagt wird absolut verzichtet, stattdessen handelt es sich bei beiden Sängern (Glenn Reaper (sic!) und Hallgeir Enoksen) um Brüllwürfel vom allerfeinsten, nur die Stimmlage ist unterschiedlich, aber beide sprühen vor Hass und Wut.
Der Intensität des Albums kann man sich schwer entziehen und in punkto Aggressivität macht den Norwegern auch niemand etwas vor. Die Band hat sich durch konstantes Touren schon einen gewissen Ruf erspielt und wer sich davon überzeugen möchte, kann dies auf dem diesjährigen Pressure Festival gerne tun. Ansonsten kann ich mich den letzten Worten der Plattenfirma nur anschließen : Be Afraid !!!!
Wenns denn sein muss, nenn ich die Chose doch Metalcore und bin mehr als begeistert, wenn ich das nicht tun muss, haben die Norweger das Thrashhighlight des noch jungen Jahres abgeliefert! Nicht einmal über die Albumlänge kann ich meckern, denn die ist mit 44 Minuten mehr als ordentlich.

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