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Prince: Ultimate

(Warner Music)

Autor: schlimm / Kommentare: Bisher keine

Bild von Prince - UltimateGemeinhin wird Prince Roger Nelson, auch besser bekannt unter dem Name Prince als musikalisches Genie bezeichnet. Nicht ganz ohne Grund, hat er doch gerade die 80er Jahre geprägt wie kaum ein Zweiter. Manche sahen in ihm nicht nur eine Alternative zu Michael Jackson, sondern den einzigen relevanten Künstler eines gesamten Genres. Darüber kann man natürlich trefflich streiten, aber sein musikalisches Gespür dürfte nun mal nicht wegzudiskutieren sein. Die 90er Jahre gab es den kleinen Mann dann eher in der Sparversion und dann auch unter so lustigen Namen wie Symbol alias TAFKAP alias Slave. Auslöser dafür war ein Streit mit seiner Plattenfirma Warner. Nach insgesamt 15 Alben trennte man sich und das alles andere als im Frieden.

Prince forderte die Herausgabe aller Masterbänder seiner Musik, da er diese als sein geistiges Eigentum betrachtete. Warner wusste natürlich, welche Schätze da im Firmenbesitz waren und behielt die Bänder unter Verschluss. Damit war der Künstler Prince erstmal gestorben und so gab es nur noch die schon o.g. Pseudonyme. Auch klar, dass unter diesen Umständen der Mann nicht gerade vor Kreativität übersprudelte und so entließ die Plattenfirma den Abtrünnigen schließlich nach dem Album „Chaos & Disorder“ aus dem Vertrag. Die Rechte an den Songs sind allerdings bis heute im Besitz des Labels.

Was macht man nun mit dem Backkatalog bzw. wie lässt sich der am besten in bare Münze umsetzen? Genau! Mit einer Compilation kann man ohne viel Aufwand noch mal ordentlich Kohle bei den interessierten Hörern abgreifen. Nun gibt es mit „Ultimate“ also eine (weitere) Prince Sammlung seiner größten(?!) Hits. Der Titel ist ja schon mal alles andere als gelungen, denn eine ultimative Werkschau kann diese Doppel-CD schon nicht sein. Gut, aber das Kind braucht ja schließlich einen Namen. Trotzdem wurde bei dieser Zusammenstellung ein mehr als glückliches Händchen bei der Songauswahl bewiesen, ganz besonders bei CD zwei. Auf dem ersten Silberling versammeln sich freilich all´ die Großtaten der Warnerjahre. 17 Songs zwischen Genie und Wahnsinn. „Purple Rain“, „Sing ´O` The Times“, „Alphabet St.“, „Diamonds And Pearls“, „Nothing Compares 2 U um nur einige zu nennen. Da werden bei dem ein oder anderen Erinnerungen wach werden.

Besonderes Augenmerk liegt hier natürlich bei den elf, vermeintlich raren Tracks des zweiten Rundlings. Hier hat man versucht dem Käufer und Hörer ein paar Schätze als Kaufanreiz zu bieten. Da gibt es u.a. mit „She´s Always In My Hair“ eine B-Seite, die bisher nur auf der „Raspberry Beret“ Maxi-Single zu haben war. Auch der Dance-Remix von „Little Red Corvette“ dürfte Anlass zur Freude geben, war dieser bisher doch nur als Promo-Single erhältlich. Wer ansonsten auf Dance, Extended und Long Mixe steht, der wird hier natürlich hervorragend versorgt.

Fazit: Beinhart-Fans wird „Ultimate“ natürlich nicht viel Neues zu bieten haben. Allen, die von Prince die großen Hits ihrer Jugend auf einer Scheibe haben wollen oder Neueinsteigern kann diese Doppel-CD aber ruhigen Herzens empfohlen werden, hier findet man alles, was das (Prince-)Herz begehrt.

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