Prince Rogers Nelson (benannt nach der Jazzband seines Vaters, Prince Roger Trio) dürfte wohl einer der bekanntesten Künstler im Musikgeschäft sein. Bei wem es jetzt noch nicht klick gemacht hat, es geht hier um Prince! Der Mann braucht ja hoffentlich nicht weiter vorgestellt werden, handelt es sich doch hier um einen DER Musiker der 80er oder vielleicht sogar um DEN Musiker dieses Jahrzehnts. Was hat dieses kleine Genie uns nicht alles an tollen Songs und Hits beschert? Unvergessen dürfte sein Album „Purple Rain“ sein. 10 Millionen Käufer können wohl nicht irren, dazu hielt sich die Platte ganze 24 Wochen an der Spitze der US Charts. Seit dem hat Prince gut und gerne weitere 20 Alben veröffentlicht, sein letztes (gutes) Werk ist noch gar nicht so alt, kam doch „Musicology“ 2004 raus.
Nun folgt mit „3121“ also schon der nächste Streich. Ich muss zugeben, dass ich mir von der Platte eigentlich so gut wie nix Neues erwarte und Geniestreiche des Mannes eigentlich immer mit einem Jahrzehnt verbinde, dass musikalisch nicht viel zu bieten hatte. Tja und wie immer bei Prince straft er seine Kritiker mal wieder Lügen, denn auch mit seinem neuesten Streich kann er überzeugen, zumindest zum Teil.
„3121“ groovt auch gleich gut los, allerdings noch mit angezogener Handbremse. Das folgende „Lolita“ ist dann aber einer dieser Killer Tracks vom Meister und dürfte die ein oder andere Tanzfläche sicher zum Beben bringen. Die ruhige Single „Te Amo Corazon“ dürfte mittlerweile hinlänglich bekannt sein, läuft diese doch dieser Tage im Radio rauf und runter. Sicher ein starker, aber nicht weltbewegender Track. Danach gibt es mit „Black Sweat“ einen astreinen G-Funk Track im Prince Gewand. Der Song ist im Übrigen auch die zweite Singleauskopplung. Sehr geiler Track und sehr mutig, den als Single zu bringen, der dürfte nämlich alles andere als für das Formatradio prädestiniert sein. „Incense And Candles“ ist ganz nett, mehr auch nicht. Das anschließende „Love“ hat einen netten Groove, sexy Mittelteil und einen Refrain, der sich im Ohr festsetzt. Danach kommt Prince mit dem Gospelartigen „Satisfied“ um die Ecke, sehr fett! Mit „Fury“ werden dann die guten alten Zeiten gehuldigt, hätte sich auch auf dem „Batman-Soundtrack“ gut gemacht. „The Word“ ist zwar nicht schlecht, aber eine wirkliche Bereicherung für das Album und für das Gesamtwerk von Prince ist das sicher nicht, plätschert irgendwie dahin. Besser wird es danach nicht, denn das Duett mit Tamar, „Beautiful, Loved And Blessed“ ist so ein R & B Standardsong, wie man ihn jeden Tag im Radio hören kann. Der Gesang von Nelson rettet hier noch, was zu retten ist. Nach dieser kleinen Schwächephase kann das ruhige „The Dance“ wieder überzeugen. So und nun heißt es wieder aufwachen, denn der letzte Song der Platte ist auch gleichzeitig der stärkste des ganzen Albums, wenn nicht sogar der ganzen letzten Jahre von Prince. Hier ist es wieder, das Genie. Hier wird mal eben das Beste aus 40 Jahren Black Music vereint! „Get On The Boat“ ist ein sehr starker Ausklang eines guten Albums.
„3121“ wird die Welt sicher nicht aus der Verankerung reißen, aber das Gesamtwerk ist doch erstaunlich homogen und hat einige wirklich sehr, sehr starke Momente. Sehr schön, dass uns Prince immer noch an seiner Musik teilhaben lässt. Ach ja, der Mann ist alles andere als ein Relikt aus den 80ern, er hat auch heute noch eine Menge zu sagen und das ist verdammt gut so.
“The Word”?`PLÄTSCHERT? Kollege, mal laut gehört? Ich meine..LAUT?! Im Auto, nötigenfalls?
Wenn der Bass und die Gitarre “plätschert”, möchte ich nicht wissen was bei dir kickt und schreit ^^
Comment by gruno — August 26, 2007 @ 1:35 am
Verstehe ich auch nicht ganz. Prince rockt !
Comment by tonebaker — January 11, 2008 @ 3:18 pm