Planet Alliance gehört wohl in den seltensten Fällen zu den Namen, die eine über Jahre im Proberaum zusammenwachsende Band für ihre Benennung in Erwägung ziehen würde, und so wundert es sicherlich dann auch gleich nur wenig, dass es sich bei eben jener hier vorliegenden Band mit gleichnamigen Debütalbum nicht um eine ebensolche Band handelt.
Vielmehr sind Planet Alliance ein All Star Projekt, bei dem die Liste der Beteiligten (von manchen in einem solchen Fall auch gerne mal Name-Dropping-Liste genannt) fast schon länger ausfällt als die Tracklist des Albums. Mich reizt so etwas inzwischen eigentlich fast gar nicht mehr, was wohl vor allem daran liegt, dass man in den letzten Jahren mit Projekten regelrecht überschüttet wurde und nicht selten der ebenso fade wie wenig nachweisbare Beigeschmack von Geldmacherei zurück blieb. Allerdings ist diese All Star Flut in letzter Zeit etwas abgeebbt, so dass ich mich sogar ziemlich gerne an die Rezension vorliegender CD mache. Und diese Euphorie lässt sich sogar über die komplette Länge der insgesamt 11 Songs konservieren, denn auch wenn „Planet Alliance“ nicht unbedingt einen Meilenstein der Musikgeschichte darstellt, so haben es die beteiligten Musiker immerhin geschafft, eine ziemlich ordentliche Platte abzuliefern, die sich wohl am ehesten und besten in die Schublade mit dem Etikett ‚Power Metal’ einordnen lässt. Die Songs bieten durch die Bank ein recht vielfältiges und abwechslungsreiches Programm, verstehen es amtlich zu rocken und sind außerdem noch (quasi als Sahnehäubchen oben drauf) mit einer richtig fetten und druckvollen Produktion gesegnet. Das lockert einem definitiv augenblicklich die Nackenmuskulatur und lädt selbst vor der heimischen Stereoanlage sitzend zu einer gepflegten Headbanger-Runde ein.
Fazit: Bei Planet Alliance sollte man sich meiner Meinung nach wahrscheinlich besser nicht fragen, wie lange diese Allianz wohl andauern mag, oder ob sie so stark ist, dass Musiker wie Mike Andersson, Magnus Karlsson, Bob Daisly, Magnus Rosén, Anders Johansson, Jaime Salazar, Janne Stark, Carl-Johan Grimmark und Mathhias Eklundh je wieder ein Studio gemeinsam betreten werden, um nach dieser eine weitere Platte einzuspielen. Vielmehr sollte man, so man denn eine gewisse Affinität zu Power Metal in Verbindung mit All Star Charakter in sich verspürt, diese Platte so nehmen wie sie ist (nämlich eine nette und gut hörbare Metal-Scheiblette) und sich angenehm metallisch von ihr beschallen lassen. 9 All Stars!