Der Phönix ist gelandet und beschert uns wieder mal ein Album aus dem Land der unbegrenzten Emo-Metal-Coremöglichkeiten. Wie für dieses Genre üblich professionell gespielt und produziert, werden 13 Songs von Jeremiah Ruff mit Emo/Screamo-Gesang unters Volk gebracht; allerdings nicht so herausragend und ambitioniert wie von Bands ala Funeral For A Friend, Atreyu oder Story Of The Year dargeboten. Es fehlt der wirkliche Hitfaktor. Alle Songs haben zwar gute Riffs und Stimmungswechsel, die Dynamik stimmt also, leider fehlen aber selbst nach mehrmaligem Hören Wiedererkennungswert und Eingängigkeit. Aber die Band ist noch jung und braucht das Geld. Phoenix Mourning wurde erst vor zwei Jahren ins Leben gerufen und dies legt die Vermutung nahe, dass man sich noch ein wenig vom mittlerweile schon fast aufgegessenen Metalcore-Kuchen abzukriegen erhofft. “One January morning” und “A new decor” können jedoch einige Akzente setzen und haben dank Vertonung durch Tom und Jim Morris -die bereits Alben von Sepultura oder Ozzy produzierten- einiges an Druck und Potenzial zu bieten, sodass man auf die nächste Veröffentlichung gespannt sein darf (,ob und wer da aus der Asche aufsteigt). Insgesamt gesehen und für den P.O.D.-Rocker “From afar” vergebe ich 8 Punkte.
Phoenix Mourning: When excuses become antiques
(Metal Blade)
Autor: R@Z€ / Wertung: 8.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine
