Überraschungen über Überraschungen zurzeit. Ich habe ja nicht mehr damit gerechnet, dass ich von der Band Pharaoh noch mal was höre, aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren.
Zum besseren Verständnis, im Jahre 2003 haben die Herren von Pharaoh ein Debütalbum auf den Markt geworfen, dass aufhorchen ließ und das nicht nur wegen der grandiosen Stimme von Tim Aymar (ex-Control Denied), denn guten amerikanischen Power Metal bekommt man nicht oft zu hören. Leider versumpfte alles ein bisschen und so verschwanden die Herren so schnell wieder, wie sie gekommen waren. Lag vielleicht auch daran, dass die Plattenfirma der Herren keinen Vertrieb in Germoney hatte, aber nun haben wir ja 2006 und genau jetzt liegt mir das zweite Album der Herren vor.
Immer noch frönen die Herren der anschaulichen Heavy Metal Weise, wie sie gerade im amerikanischen Teil dieser Welt in den späten 80ger Jahren in Mode war. Komplexe Gitarren, progressive Songstrukturen, punktgenaues Drumming und ein Gesang, der den Namen auch noch zu Recht innehat. Gerade im Wust der Corebewegung klingt die Musik von Pharaoh wie eine Bastion der (un)Vernunft und bewegt mich beinahe dazu, mir eine neue Kutte zu basteln. Als musikalische Vorbilder sind leicht Bands wie Jag Panzer, Iced Earth oder auch die eine oder andere Anleihe aus der NWOBHM zu erkennen. Alles klassische Elemente die die Jungs verarbeiten, doch tun sie dies in der ihnen eigenen Frische und heraus kommt eine ziemlich eigenständige Musik, die die nötige Portion Pathos und Theatralik inne hat um sich „The Longest End“ immer wieder anzuhören. Ich hab die große Sorge, dass wir aber niemals die Möglichkeit haben werden Pharaoh live zu sehen, auch wenn die Musik genau dafür bestimmt ist, aber ich lasse mich, wie bereits gesagt, auch hier gerne eines besseren belehren. Vielleicht wäre es auch zu problematisch, die auf der Platte allmächtigen Gitarrenwände mit nur einer Gitarre zu erschaffen…..wer weiß.
„The Longest Night“ ist eine Platte, die niemand erwartet hat und, so hoffe ich es, viele Menschen überraschen und auch glücklich machen kann. Wer auf den klassischen amerikanischen Power Metal steht, der kann mit dem Kauf dieses Albums absolut nichts falsch machen und auch die Leute die nicht wissen, was ich meine, sollten definitiv mal ein Ohr riskieren. Ein nettes Paket haben sie uns geschnürt, gute Musik, gute Produktion und abgerundet wird das alles durch das Artwork von Jean-Pascal Fournier ( Edguy, Avantasia, Mystic Circle, Immortal usw) Als Anspieltipp gebe ich mal den Opener „Sunrise“, bei dem Chris Poland ein Solo zu beigesteuert hat, und meinen Favoriten „Fighting“ mit auf den Weg.
Rezensionen
Pharaoh: The Longest Night TIPP
(Cruz Del Sur Music / AL!VE)
Autor: CF / Wertung: 10.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine
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