Inhalt: Als Beauftragter des gnadenlos über das Große Imperium der Arkoniden herrschenden Robotgehirns muss Perry Rhodan dem Planeten Zalit einen Besuch abstatten. Dort stößt er auf geheimnisvolle fremde Lebewesen, die Mooff. Er folgt der Spur des Grauens und gelangt nach Honur, wo die Besatzung seines Raumschiffs von der schrecklichen Nonus-Pest befallen wird. Siebenhundert Menschen, darunter Thora, Bully und viele Mutanten, sind vom Tode bedroht. Wer sind die geheimnisvollen Drahtzieher hinter all diesen Ereignissen? Die Suche nach einer Antwort auf diese Frage führt Rhodan schließlich nach Aralon, dem Zentrum der Galaktischen Mediziner. Dort wird nicht nur über Leben und Tod der kranken Raumfahrer, sondern auch über das Schicksal der ganzen Menschheit entschieden…
Kritik: Zusammen mit dem Raub des riesigen Schlachtschiff Titan nahm der fünfte Silberband Vorstoß nach Arkon zum Schluss hin gewaltig Geschwindigkeit auf und wünschte sehnlich die Fortsetzung im sechsten Silberband herbei. Der Robotregent schließt erneut nahtlos an den vorhergehenden Silberband an. Auf der Flucht vor den Jägern des Robotregenten landet Perry Rhodan auf dem Planet Zalit, dessen Bewohner von einer weiteren fremden Rasse, den Mooff kontrolliert wird. Nur eine Rebellengruppe wendet sich gegen den Herrscher von Zalit und damit gegen die Gedankenkontrolle der Mooff. Zusammen mit Perry Rhodan wenden sie sich gegen das Regime, erlangen dabei die Unterstützung des Robotregenten von Arkon und entdecken schließlich, dass die Mooff selber auch nur Handlanger einer anderen Rasse sind. Die Spur führt Rhodan zum Planet Honur, wo eine schreckliche Krankheit namens Hypereuphorie die Mannschaft befällt. Der Tod von 700 Vertrauten, darunter beinahe das gesamte Mutantenkorps, Bully und Thora, scheint unausweichlich. Rettung verspricht nur der Planet Aralon.
So rasant wie der fünfte Silberband aufhört, so flott geht es mit dem sechsten Band weiter. Der Aufenthalt auf Zalit und Honur bietet neben neuen fremden Völkern das für die Serie typische Maß an taktischen Spielereien und physischen Auseinandersetzungen. Interessant ist der sechste Silberband vor allem deswegen, weil Rhodan dem Medizinerplaneten Aralon einen Besuch abstattet und damit das Volk der Aras ebenfalls in die laufenden Serie eingeführt wird. Die Spannung lebt in diesem Silberband vor allen durch den Ausfall des beinahe kompletten Mutantenkorps, das bisher immer Rhodans stärkste Waffe dargestellt hat. Die Krankheit der Hypereuphorie stellt sich dabei als Gegner heraus, dem man weder mit Waffen noch mit dem Wissen der Arkoniden beikommen kann.
Neben dramatischen Auseinandersetzung bietet der sechste Band aber außerdem einiges an zwischenmenschlichem Geplänkel. Die Beziehung zwischen Gucky und Bulli, die gegenseitige Liebe Thoras und Rhodan sowie die Haß-Liebe zwischen den Teammitgliedern O’Keefe und Halligan werden ausreichend thematisiert.
Die Mischung macht es hier. Auch wenn es nicht ständig ‚zur Sache geht’, so lebt der sechste Silberband einfach von der Abwechslung und der ‚fantastischen Aussicht’. Wenn EinsAMedien sich nun endlich einmal der Kritik annehmen und die Lesungen mit etwas mehr ‚Geräusch’ aufpeppen würden, könnte man die Silberbände bedingungslos empfehlen.