Rezensionen

Parryzide: Violated Humanity

(Illegal Sound Records)

Autor: DJ / Wertung: 6.5 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Bild von Parryzide - Violated HumanityDas deutsche Quartett Parryzide geht auf Violated Humanity auffällig enthusiastisch ans Werk. Das oft zitierte Feuerwerk brennen die vier reifen Herren sicherlich ab, allerdings zünden dabei gerade zum Schluss hin nur noch die wenigsten Ideen. Vielmehr verbrennen sich die Musiker etwas die Finger an ihrer eigenen Energie. Was zu Beginn noch mit Slayer-Riffing aus alten Zeiten beginnt, verknotet sich im Verlauf der etwas zu hoch angesetzten Spielzeit. Einflüsse hat man viele, aber die Linie fehlt. Irgendwie setzt man sich mit seinem Mix aus Slayer, Metallica, Annihilator, Accept, Venom und Pantera zwischen alle Stühle. Für Thrash Metal ist es zu rockig und zahm, für Hard Rock zu derb und für Death Metal zu harmlos. Aber irgendwie schlägt das Herz der Herren für all diese Stilrichtungen. Und man mischt zudem auch noch etwas Punk und Hardcore dazu – wenn dies auch unbeabsichtigt geschehen sein mag. Hinzukommt der Mangel an wirklichen guten Harmonien, die dem Hörer in Erinnerung bleiben. Und das ändert sich auch nach dem zehnten Hören nicht. Dass man mit Herz bei der Sache ist, kann leider nicht über die angeführten Mängel hinwegtäuschen.

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