„It´s All A Long Goodbye“ ist das inzwischen zweite Album der aus Boston stammenden Band und stellt eine Weiterentwicklung zu „Some Of Us May Never See The Light“ dar. Was bei „It´s all a Long Goodbye“ auffällt ist die atmosphärische Kälte, die verzweifelte Aggression die das Album ausstrahlt. Musikalisch wechseln sich stampfende Moshparts mit filigranen Death Metal Licks ab, fast nie verfällt man in stupides Geballer . Besonders auffallend ist der Gesang von Jonathan Blake, der das gesamte Repertoire vom hasserfüllten Hardcore-Gebelle, über abgrundtiefe Death-Growls bis zu melancholisch, anklagenden, cleanen Vocals beherrscht. Mit einigen ihrer Songs legen sie sich selbst die Messlatte ziemlich hoch und springen mit „Frozen Over“ wunderbar unten durch. Solange sich das Quintett aus Massachusetts in der unteren bis mittleren Geschwindigkeitsregion bewegt, klingt alles bedrohlich, mächtig. Sobald aber die Geschwindigkeit angezogen wird, verliert sich die Bedrohung in langeweiligem Gebolze und da kann nicht mal die Stimme von Jonathan Blake was reißen. Produktionstechnisch ist alles in Ordnung, auch wenn sie bei hohen Geschwindigkeiten ebenfalls an Druck verliert und ein weiterer Minuspunkt ist die ca. 30 Minuten Spielzeit.
Also Jungs nicht soviel Gas geben und dafür mehr Groovemonster wie „More Than Life“ schreiben, dann werden es beim nächsten Album auch mehr als 7 Punkte und ihr werdet eurer selbst gewählten Bezeichnung Mosh Metal auch gerechter!
Rezensionen
On Broken Wings: It´s All A Long Goodbye
(Alveran / SPV)
Autor: CF / Wertung: 7.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine
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