Rezensionen

Ötteband: Grünes Licht TIPP

(Eigenproduktion)

Autor: Katze / Wertung: 11.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Bild von Ötteband - Grünes LichtWenn man sich auch nur 5 Minuten mit der Ötteband beschäftigt, muss man umgehend merken, dass hier eine durch und durch ehrliche Band am Start ist. Ehrlich im Bezug auf ihre Arbeit, in ihrem Engagement für die gemeinsame Sache als Band und vor allem ehrlich im Bezug auf ihre Musik. 1997 in Düsseldorf gegründet machte man sich schnell einen Namen als „Deutsch Rock Coverband“, kam dann aber doch mehr und mehr auf den Trichter, es mit eigenem Material zu versuchen.

Was folgte ist so typisch für viele Bands: Man veröffentlichte etliche Maxi-CDs, 2002 dann das Debüt „Die Rückkehr der geilen Engel“, 2003 das Zweitwerk „Saitenwechsel“ und schließlich vorliegendes drittes Werk „Grünes Licht“ – natürlich durch die Bank in Eigenregie. Dass dieser Weg nicht gerade der leichteste ist, wird klar, wenn man mal ein wenig im umfangreichen Booklet stöbert: Hier wird klar, dass Ötte und seine Mitstreiter mehr als nur einen langen Atem brauchten, um all die Hindernisse auf dem bisherigen Weg zu überwinden.

Bleibt zu hoffen, dass sich dieser lange Atem endlich auszahlt, verdient hätten es die Jungs allemal, denn „Grünes Licht“ ist definitiv ein amtlich fettes Album, das durch eine pralle Produktion besticht und vor allem eines tut, nämlich heftig rocken. Ohne in all zu starke Klischees abzurutschen präsentiert das Quartett eine gute Mischung aus Texten, die einen gefangen nehmen und die man einfach gerne hört, und Musik, die locker eine schöne Brücke zwischen treibender Rockmusik und einfühlsamen Parts schlägt. In insgesamt 12 Songs toben sich die Herren aus und haben in ihrer Tracklist keinen einzigen Ausfall, so dass es schwer fällt, an dieser Stelle Anspieltipps aus dem Gesamtwerk herauszupicken. Will man es dennoch versuchen, so sollten in dieser Kategorie neben dem Opener „Ich weiß, dass ich lebe“ und „Kannst du dich ändern“, der Song, dem textlich der Albumtitel entnommen wurde, sicherlich auf gar keinen Fall das unglaublich emotionale „La Tu Amore É La Mia Morte“, das schweinerockige „Alien Ladies“ und das nachdenkliche „Warum ist das so“ fehlen.

Fazit: Um es mit einem Songtitel auf vorliegendem Album zu sagen: „Grünes Licht“ der Ötteband ist einfach „Zeitlos schön“! Dieses Album ist definitiv mal wieder eine richtige Erfrischung unter den vielen eingehenden Veröffentlichungen und vor allem ein Album, das ich auch in Zukunft sicherlich regelmäßig in meinen Player werfen werde. Wer Ötte und seine Jungs unterstützen möchte, kann dies über die Bandhomepage (Link siehe unten!) tun. Gemäß letzten mir vorliegenden Infos gibt’s „Grünes Licht“ dort für 12 Euro inkl. Porto, ein mehr als fairer Preis für soviel Musik würde ich sagen. Daumen hoch und 11 Punkte!

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