Blast, breaks, und beats per minute verarbeiten Obscenity auf Ihrem siebten Streich en masse und das äußerst professionell. Seit 1989 tingeln die Urgesteine im Death Metal-Untergrund herum und spielten sich die Seele aus dem Leib, bevor sie mit ihrem letzten Album, Cold blooded murder, verdientermaßen eine Tour mit Six Feet Under einheimsen konnten. Die mageren Zeiten sind hoffentlich bald vorbei, denn Where sinners bleed zeigt wo der Hammer hängt. Der vorliegende Rundling wurde zwar wieder einmal überwiegend schnell gehalten und setzt damit unbändige Intensität und brutale (Thrash)Riffs frei, allerdings schafft es die Truppe aus Norddeutschland immer wieder die SloMo Taste zu drücken. So bauen die Oldenburger Prügelmusikanten zwischendurch immer wieder geile rhythmische Zwischenparts zum moschen und Hubschrauberbangen ein. Ansonsten bieten Obscenity Death Metalkost amerikanischer Machart im gewohnt hohen Standard ab, die mit jedenm Rundlauf mehr Spaß macht. Das kleine, siebenminütige Epos “The Bullet that kills” erinnert ungemein an die Songs der ersten Mercyless-Scheibe und zählt mit “Incomplete” und ”Non-Existence”(cooler rockiger Einschub) zu den Highlights der Scheibe. Cannibal-Maniacs sollten ebenso befriedigt werden wie Deicide-Recken, denn Obscenity sind ohne zu technisch zu sein, nahe an den großen Vorbildern dran. Die Deutsche Death Metal-Szene lebt, scheinbar nicht nur in NRW. 9 Punkte.
Rezensionen
Obscenity: Where sinners bleed
(Armageddon)
Autor: R@Z€ / Wertung: 9.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine
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