Nam heißt eigentlich Philip Milner und ist ein wirklicher Vollblutmusiker. Bereits mit 7 Jahren konnte er sich für den klassischen Klavierunterricht begeistern, im pubertären Alter gründete er seine erste Schülerband, studierte später am Konservatorium klassisches Klavier und gab auch schon für mehrere Jahre selbst Unterricht an der Musikhochschule. Nicht zuletzt war er Mitglied bei der Band von Clueso. Mit seinen 31 Jahren kann er also schon einiges an Erfahrungen mit und rund um das Musikbusiness herum vorweisen.
Mit International Airport zieht Nam/Milner nun sein eigenes Ding durch. Und statt der klassischen Musik widmet er seinen Tonträger den elektronischen, leicht verdaulichen Beats. Inspirieren ließ er sich dabei von der Sendung Space Nights des bayrischen Rundfunks. Inwiefern diese Inspiration Früchte trägt, vermag ich nicht zu beurteilen, da mir diese Sendung nicht geläufig ist. Dessen ungeachtet verströmt der Longplayer jedoch eine entspannte Atmosphäre ganz im Sinne von Chillout-Traditionen, geizt jedoch auch nicht mit angenehmen, manchmal überraschenden Tempiwechsel und mitunter mit Soundtüfteleien der raffinierteren Art. Dieses Päckchen Unterhaltung kann man somit rundherum als alltagstauglich einstufen.
Nur am Artwork des CD-Covers könnte noch ein wenig gefeilt werden, ist es doch eine Spur zu spärlich ausgefallen – weniger ist eben nicht immer mehr.