Schweden besitzt gemeinhin den Ruf, eine Talentschmiede für interessante und gute Pop / Rock – Kapellen zu sein. Ob sich dieser Ruf auch im Falle des Schweden-Newcomers Mon Roe wieder einmal bestätigt, wird deren selbstbetiteltes Debütalbum zeigen müssen.
Auf eben jenem geht es mit der Eröffnungsnummer „Mexico“ zumindest schon einmal recht flott und viel versprechend los und auch das folgende „Won’t Let You Go“ rockt recht nett und vor allem tanzbar aus den Boxen. Mit „Boys & Girls“ schließt sich eine feine Retro-Rocknummer an, die ein starkes 80ies Feeling verbreitet und die ich persönlich fast schon für die beste Nummer des Albums halten würde.
Leider können die Jungs meiner Meinung nach das mit den ersten 3 Songs erzeugte Niveau nicht über die gesamte Platte halten. Zwar besticht der ein oder andere Titel in Teilen noch durch starke und interessante Passagen, aber im Wesentlichen greift man im weiteren Verlauf der Platte nicht mehr wirklich konsequent an, sondern lässt das Ganze in sicheren Gewässern einfach durchlaufen. Das ist zwar nett anzuhören, weil die Musik wirklich gekonnt dargeboten wird und zu keinem Zeitpunkt sperrig ist, aber es wird auch irgendwie ein wenig langweilig zum Ende hin. Schade eigentlich, da wäre mit Blick auf die erwähnten ersten drei Songs sicherlich mehr drin gewesen.
Fazit: „Mon Roe“ ist ein nettes, unaufgeregtes Pop / Rock Album, das man sich durchaus einmal geben kann, wenn man einen gewissen Hang zu dieser Stilistik hat. Allerdings denke ich auch, dass sich Mon Roe insgesamt betrachtet leider wohl etwas unter Wert verkaufen. Deswegen gibt es für dieses Album von mir auch ‚nur’ 8 Punkte, auch wenn die ersten drei Nummern fast schon nach 9 Punkten und mehr klangen.