Haben Misery Index mit dem Killer-Debut alle Register ihres Könnens gezogen, ist man nach Hören des vorliegenden Zweitwerks etwas zwiegespalten. Es ist nicht schneller, aber auch nicht lahm. Nicht härter aber weiß Gott nicht soft. Nicht besser, aber auch nicht schlecht. Nicht langweilig, doch zu viel Standard. Der Titelsong, ein schleppendes Epos mit trauriger Grundstimmung, geht ehr als Intro durch und endet im Anfang des letzten Songs “Pandemican”, welcher ordentlich durch Gebälk rödelt. Beide Songs sind sozusagen die musikalischen Eckpunkte des Albums und dazwischen liegt ein ganze Menge Death-Grind und geblaste, verschönert mit dem Gebell eines Jason Netherton’s sowie einiger SloMo-Parts. Leider können Misery Index nicht solche Akzente setzen wie seinerzeit mit Retaliate und Knaller wie "The Great Depression" vom Vorgänger vermißt man heuer schmerzlich. Selbiges soll jedoch nicht bedeuten, dass Discordia ein lahmes Album sei, da nach guter alter Relapse-Manier immer noch kompromißlos gebolzt wird und “The medusa stare”z.B. schon ordentlich Spaß macht. Indes freue ich mich aber auf die Dritte-Album-Regel!
Rezensionen
Misery Index: Discordia
(Relapse Records/Release)
Autor: R@Z€ / Wertung: 7.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine
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