Dass es in Schweden wohl ein enormes Potential an guten Pop / Rock Interpreten gibt ist durchaus bekannt. Das Label B-Factory hat es sich in jüngster Vegangenheit wohl zur Hauptaufgabe gemacht, genau dieses Potential aufzuspüren und für den Weltmarkt zu filtern. Erste Erfolge dürfte man dabei mit Künstlern wie Anna Sahlene und Nea bereits für sich verbucht haben.
Nun steht eben jenes Label mit dem nächsten Schwedenexport, der auf den schönen Namen Mikeyla hört, in den Startlöchern, und ich habe das Gefühl, damit können die Herrschaften den nächsten Volltreffer landen. „Something Like That“ ist das Titel des Albums der auf dem CD-Cover leicht verrucht dreinschauenden Schwedin und bietet insgesamt zwölf mal eingängigen Pop, der mit leichten Rockeinschlägen verziert ist. Musikalisch erinnert mich die Nummer über weite Strecken ein wenig an Avril Lavigne, auch wenn Mikeyla zu keinem Zeitpunkt des Album so tough daher kommt wie die kleine Powerfrau aus Kanada. Macht auch ja auch nichts, so klingt vorliegendes Album wenigstens nicht wie ein verzweifelter Kopierversuch sondern brilliert vor allem mit einer Eigenständigkeit, die der Platte gut zu Gesicht steht. Die Songs selber haben durch die Bank einen wirklich hohen Wiedererkennungswert, weswegen an dieser Stelle einzelne Songs auch nicht als Anspieltipp explizit hervorgehoben werden müssen, und präsentieren sich in einem frischen und vor allem kraftvollen Soundgewand. Kurz und knapp: eine wirklich runde Sache.
Fazit: Wer Pop mit Rockattitüde liebt und außerdem Willens ist, sich auch ab und an einmal von ausgetretenen Pfade wegzubewegen, um neuen Stimmen und Künstlern eine Chance in seinen Ohren zu geben, der wird kaum an „Something Like That“ von Mikeyla vorbeikommen. In meinem Herzen hat sich die Dame auf jeden Fall ein Plätzchen erspielt und darf auch künftig öfter in meinen CD-Player. 9 Punkte!