Rezensionen

Mevadio: Hands Down

(Drug(s)/Soulfood)

Autor: SD / Wertung: 8.5 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Bands wie Illdisposed, Raunchy, Hatesphere, Koldborn oder Mnemic und Produktionsgott Tue Madsen (früher Mitglied der inzwischen aufgelösten Grope; legte Killer-Produktionen für Bands wie Cataract, Hatesphere, The Haunted, Raunchy, Ektomorf oder Mnemic hin) sprechen eine deutliche Sprache: Dänemark ist musikalisch gerade in der Metal-Szene stark im Aufwind.
Auch MEVADIO sollte man in Zukunft auf der Rechnung haben.
Die vier, alle mit Nachnamen Madsen heißenden Jungs legen mit dem, als hätte man es geahnt natürlich von Tue Madsen produziertem, „Hands Down“ eine coole, originelle Scheibe hin, die modern-metallische Durchschlagskraft von Acts wie Pantera mit mitreißend-melodischem, aber doch rauh-hartem Rock verschmilzen lässt. Klar gesungene Refrains sorgen für Laune, schwere Grooves, Gebrüll und Bratriffs lassen das Haupthaar fliegen.
Klar, so was gabs alles schon mal, auch hier wird das Rad nicht neu erfunden, wer sich aber vorstellen kann, auf eine Quintessenz aus Machine Head, Pantera, Down, Prong, Alice in Chains, Soundgarden, Deftones, Godsmack und Raunchy zu stehen, liegt hier an der richtigen Adresse.
Trotz sehr voluminösem Sound wirkt hier nichts gekünstelt oder zu bewusst auf modern getrimmt. In dieser Natürlichkeit mag der Trumpf liegen, der MEVADIO so frisch und unterhaltsam klingen lässt. Denn auch wenn „Hands Down“ nicht gerade der Oberkracher der Saison ist, macht die Scheibe sehr viel Spaß.

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