Meshuggah machen ihrem Namen einmal mehr alle Ehre. Ein bisschen meschugge ist es nämlich in der Tat, was die Jungs auf „Catch Thirtythree“ an Songmaterial zusammengestellt haben. Ob es nun monoton oder stringent ist, 13 Songs zu einem großen zusammenfließen zu lassen, sei jedem Hörer selbst überlassen. Fest steht, dass ein gewisser Reiz darin besteht, schräge Metren stumpf und gradlinig anmuten zu lassen. Das muss man erst mal schaffen. Von einer „Technik-Lehrstunde“ oder „komplexen Klängen“ zu sprechen – wie es in manch einer Gazette zu lesen steht - geht nun aber schon wieder zu weit. Denn: klar, die Schweden haben eine zeitlang im Proberaum geübt, virtuos oder musikalisch herausragend ist „Catch Thirtythree“ aber nicht. Okay, das ist auch keine neue Erkenntnis.
Sagen wir mal so: Ein wenig fühle ich mich an eine Prügel-Variante von „The Mars Volta“ erinnert, die es auch schaffen ellenlange Mittelparts einzubauen, die hypnotisch gelten sollen, oft aber einfach langweilig sind. Hypnotisch ist so gesehen ein Synonym für „Catch Thirtythree“ insgesamt. Ist das gut oder schlecht? Nun ja, man ist doch froh, wenn nach dem psychotisch Klanggewaber „Mind’s Mirror“ mit „In Death – is Life“ ein galoppierendes, pumpendes Etwas durch die Boxen röhrt. Abwechslung, puh. Schön ist auch – um den Schwenk zurück zum Opener zu machen – wie „Autonomy Lost“ immer wieder in seiner Bewegung stockt, fast als fürchte sich der Song richtig loszukrachen.
Und immer wenn man gerade denkt, nun ist das Riff aber überstrapaziert, klappert wie bei „Shed“ ein ganz neuer Rhythmus los. Rhythmus ist überhaupt das zentrale Wort. Denn neben einigen sporadisch eingestreuten Tritonüssen (?) ist und fiesen Halbtonschritten ist es insbesondere die überraschende Schlagfolge, die den Hörer aufmerksam hält. Also, eine Platte, in der bestimmt eine Menge Arbeit steckt – aber Arbeit macht nun mal nicht immer Spaß.