Nach einem flüchtigen Blick auf das Cover von “Max the 1st“, dem Debütalbum der norwegischen Formation Max Midsun, hätte ich stilistisch wohl am ehesten auf Rotzrock der Marke Gluecifer, Turbonegro und Konsorten getippt. Und damit hab ich dann auch gleich weit daneben gelegen, denn hier werden ganz andere als die eben erwähnten Pfade beschritten.
Vielmehr orientiert sich die Truppe im Songwriting vom bespielten Genre her eher an Referenzen wie beispielsweise System of a Down, Queens of the Stone Age und ähnlichem, und das machen sie gar nicht mal schlecht, auch wenn mir persönlich diese Stilrichtung auf Dauer etwas zu anstrengend ist. Aber das ist eine Frage des persönlichen Geschmacks und nicht eine solche der gebotenen Qualität, die hier objektiv betrachtet nämlich für Freunde dieser Stilrichtung recht ansprechend ist. Die Songs kommen nämlich reichlich druckvoll aus den Boxen, verbreiten dabei durch die Bank eine recht düstere Grundstimmung und warten musikalisch durchaus mit dem ein oder anderen netten Part auf. Was dieser Platte Produktion eine richtig eigene Note gibt, das ist der bisweilen sehr eigenwillige Gesang, mit dem sich mancher Hörer sicherlich schwer tun wird, der aber durchaus den ein oder anderen Lauschwilligen begeistern könnte.
Fazit: Mit „Max the 1st“ haben die Norweger von Max Midsun durchaus ein nettes Debüt am Start, kein Überalbum zwar, aber ein Album mit netten Ansätzen, die zur nächsten Langrille hin sicherlich noch ausbaufähig sind. Fans der vorgenannten Referenzen sollten das Teil ruhig einmal auf Herz und Nieren prüfen. 8 Punkte!