Wir sind Suzanne Vega. Oder zumindest haben wir jetzt unsere eigene Suzanne Vega. Wenn Mariha und Suzanne Vega auch immer noch zwei verschiedene Personen bleiben, so schwingt die Erinnerung an sonnige Sommer mit Suzanne Vega zwischen Doors auf der einen und Judas Priest und Slayer auf der anderen Seite in der Musik von Mariha mit. Erinnerungen an ereignisreiche Zeiten zu Beginn der 90er, wo einem sanfte Singer/Songwriter Poesie Zeit zum Durchatmen bot.
Und den Vergleich mit der großen Suzanne hat Mariha verdient, denn ein Phänomen ist sie auch. Schnappt sich vor gut drei Jahren zum ersten Mal eine Gitarre, um neben ihrer schauspielerischen Aktivität ihren Gedanken freien Lauf in der Musik zu lassen. Und bringt dabei ein Gespür für tolle Songs mit, die von den intimen Gedanken in offenen Klängen leben. Easy Listening mit Tiefe. Musik, die sich in die Charts spielt (It hurts), aber dennoch vollkommen ab vom Mainstream ist. Und wo es erstaunlicherweise für ein Debüt keinen Ausfall zu beklagen gibt. Elementary Seeking kann man von vorne bis hinten durchhören - denn… weil… die Platte ist schlicht gut!