Damit kann man an einem Freitagmorgen nicht rechnen. Ich schiebe noch ein wenig verschlafen die 4-Track-EP „Unleash the Sands of Time“ in den Player, reibe mir die Augen und schon knallt es los. Von 0 auf 100 haben die Briten LostAlone mein Herz erobert.
Räudige Gitarren, die an Serafin erinnern, Songstrukturen und eine emotional-vibrierende Stimme wie bei Muse – die Band hat alles richtig gemacht, das merkt man nach wenigen Minuten. Vier Songs, vier Kracher: „Unleash the Sands of Time“ und „Blood is sharp“ sind zwei fließenden Reibeisen, während es auf „Telepathy nights“ mit einer richtig schönen Stampfer zu tun hat. Und „Execute“ leitet die viel zu kurze Platte mit schaurig-schrägen clean aufgelösten Akkorden ein, um gegen Ende noch mal richtig loszutrampeln.
Ich schaue mich ein wenig im Netz um und siehe da: LostAlone werden überall gelobt, in Großbritannien rotiert die Platte heftig bei den angesagten Radio-Stationen. Kein Wunder. Besser geht’s kaum.